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Tempels, wenn sie viersäulig ist, in neunzehn ein halb, wenn sechs-säulig, in neunundzwanzig ein halb Theile und von diesen wird einTheil die Maßeinheit sein, nach welcher, wie oben beschrieben worden ist,die Bauwerke eingetheilt werden. Es werden nun über jedes einzelneArchitavstück (a k) je zwei Metopen (o) und Dreischlitze (ä) anzu-bringen sein, an den Ecken kömmt dazu noch ein halber Dreischlitz (e)und noch ein Raum (k), so groß, wie ein halber Dreischlitz'); überdem mittleren Architravstück 2) an der Giebelseite wird sich der Raumzu drei Dreischlitzen uud drei Metopen erweitern, damit der mittlereSäulenzwischenraum durch seine größere Breite den zum Tempel Her-antretenden eine bequemere Breite und gegen die Götterbilder hineinen würdevollen Anblick gewähre (Fig. 16).
9. Die Säulen aber müssen in 20 Streifen canellirt werden;sollen diese Streifen nur flach werden, so müssen nur die 20 Kantenhergestellt werden, wenn sie aber canellirt werden sollen, so ist folgendeSchablone anzufertigen: Man beschreibe ein Quadrat von eben sogroßen Seiten, als ein Streifen breit ist; in der Mitte des Qua-drates aber setze man einen Schenkel des Zirkels ein und ziehe eineKreislinie, welche die Ecken des Quadrats berührt, und in derselbenGröße, wie sie der Kreisabschnitt zwischen der Kreislinie und demQuadrat haben wird, sollen die Streifen nach dieser Schablone ausge-
Tempeln angewiesen werden. Vgl. Bergan, Ueber das opus monotrlglxpliumbei Ditruvius. PhilologuS XV. u. 7. S. 193 fg.
h Marini verbessert in einer durch die beifolgende Verzeichnung unzweifel-haft sich ergebenden Weise „guantum cklmiUiatüm esst »patlnm bemltrigl^pbl^in „«limiMat«» et guantum est »patium Newikritzlz-pbl."
Fig. t6.
L
2) Hier fallen nach Lorentzen'ö (Observationes orltieae a6 Vltrlvlum, Pro-gramm des Gymnasiums zu Gotha 1858) trefflicher Emendation die eingescho»denen und von einer früheren Stelle wiederholten Sätze: Naben» o^matiuw.all perpenUiculum auS.