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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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Achtes Kaprici.

Don den Rundtempeln und anderen Tempelarten.

1. Es werden aber auch kreisförmige Tempel erbaut, von wel-chen die einen als Monopteroi (bloße Säulenkreise) ohne Cella durchSäulenstellung gebildet werden, während die andern Peripteroi(nngsumsäulig) genannt werden. Diejenigen, welche ohne Cellaerbaut wenden, haben einen erhöhten Unterbau') und einen Aufgangvon einem Dritttheil seines Durchmessers 2). Ueber dem Sänlen-stuhl werden die Säulen errichtet, welche so hoch sind, wie derDurchmesser von einer Außenseite des Säuleustuhls zur anderen, undden zehnten Theil ihrer Höhe mit Einschluß des Capitals und derBasen dick. Der Architrav soll eine halbe Säulendicke hoch sein,der Fries und das Uebrige, was darüber angebracht wird, so, wie iches im dritten Buche über die zusammenstimmenden Maßverhältnissebeschrieben habe.

2. Wenn aber ein solcher Tempel als Peripteros errichtet wer-den soll, lege man zwei Stufen und den Säulenstuhl unten ^) an;dann führe man ungefähr den fünften Theil der Breite vom Säulen-stuhle aus zurücktretend die Cellawaud auf und lasse in der MitteRaum für die Eingangsthüre; und diese Cella soll mit Ausschlußdes Wandumkreises einen Durchmesser haben gleich der Höhe, welchedie Säule von dem Säulenstuhl aus mißt. Die Säulen rings um dieCella werden nach denselben Zahlen- und Maßverhältnissen angeord-net, wie sonst. 3. Die Höhe des Daches in der Mitte muß so be-rechnet werden, daß die Höhe der Kuppel mit Ausschluß der Blumehalb so groß sei, wie der Durchmesser des ganzen Gebäudes ^); die

1) triliuniil, nichts Anderes, als der Sterevbat anderer Tempel, bei demfreien, durchsichtigen und kreisförmigen MedptervS, dem Suggcslum des Rich-tersitzcs ähnlich.

2) In der Breite.

6) D. h. ohne den erhöhten Sterevbat, der oben beim MonopteroS tri?huimi genannt wurde. ^

Die unverhältnißmäßige Höhe einxS solchen Kuppeldaches wäre allerdings