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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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die Berührung an die Höhlungen der einzelnen Schallgesässe schla-gend, die Deutlichkeit erhöhen und durch die Klangverbindung eineentsprechende Konsonanz hervorrufen.

Wenn aber die Größe des Theaters beträchtlicher ist, danntheile man seine Höhe in 4 Theile, so daß 3 horizontal verzeichneteRichtungen für die Kammern erzielt werden, und zwar die eine fürdie harmonische, die andere für die chromatische, die dritte für diediatonische Tonleiter. Und in der Reihe, welche von unten auf dieerste sein wird (a d), bringe man die Schallgesässe nach der harmo-nischen Tonleiter so an, wie dieß bei dem kleineren Theater obenbeschrieben ist *). 4. In der mittleren Reihe (e ä) stelle man zuerst anden beiden Enden des Halbkreises die aus, welche einen der Chroma-tice hyperboläon (dem chromatischen im Tetrachord der höchsten)entsprechenden Klang haben, in die zweitnächsten Kammern nach die-sen die, welche um eine Quart tiefer sind und wie die Chromatiee die-zeugmenon tönen, in die dritten die der Ehromatice synemmenonentsprechenden, in die vierten die, welche um eine Quart tiefer sind

i) Ohne Zusammenhalt mit den übrigen Quellen des Alterthume ist dieseBertheilung nicht zu verstehen. Denn gerade die für die untere Schallgesäß-reihe gegebenen Töne sind ständige, welche in keiner Tonleiter eine Verände-rung erleiden, die feststehenden Anfangs, und Schlußtöne der Tetrachorde. Esist demnach jedenfalls, wenn weiterhin für die beiden oberen Reihen je einchromatischer und ein diatonischer Ton aller Tetrachorde gesetzt wird, nur andie Mitteltöne der Tetrachorde zu denken, bei welchen allein sich die Verschie-denheiten äußern. Marini bezeichnet daher mit Bezugnahme auf Euklides undBoethiuS den höheren der beiden Mitteltöne als den hier in Frage stehenden,und identificirt die an dieser Stelle sogenannten chromatischen oder diatonischenTöne der Tetrachorde Hyperboläon, Diezeugmenon, Synemmenon, Meson undHypaton mit Paranete hyperboläon, Paranete diezeugmenon, Paranete synem-menon, Lichanoö meson und Lichanos hypaton. Nur bezüglich der Töne derunteren Reihe ist eS schwer zu entscheiden, was in der vitruvischen Darstellungüberwiegen soll, ob nämlich die bestimmte Angabe der ständigen Töne, oder derZusatznach harmonischer Tonleiter". Marini stellt in seiner Anmerkung zudieser Stelle das erstere als zweifellos hin, verzeichnet aber in der aristvxeui-schen Tonfigur auch die höheren der Mitteltöne der Tetrachorde als die speziellharmonischen. In der That kömmt man auch nur durch die letztere Conseguenzzu einem System, und die Angabe des Vitruv, daß die untere Schallgefäßreihein den ständigen Tönen und zugleich nach harmonischer Tonleiter gestimmtwaren, ist ein Widerspruch und eine Halbheit. In der folgenden Figur, welche