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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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fuß sollen mit Einschluß der Capitale und Basen desselben Durch-messers hoch sein, der Architrav und der übrige Gebälkschmuck sollden fünften Theil der Höhe seiner Säulen haben. Die Gürtelmauerdarüber mit der Welle 0 und dem Gesimse soll die Hälfte der unterenGürtelmauer -) betragen; die über dieser Gürtelmauer stehendenSäulen sollen von einer um geringern Höhe als die unteren sein;der Architrav und übrige Gebälkschmuck soll '/z seiner Säulen be-tragen. Wenn ferner ein drittes Stockwerk des Bühnenhintergrundeserrichtet werden soll, so soll die oberste Gürtelmauer die Hälfte dermittleren messen, und die obersten Säulen sollen um 1 Viertheilminder hoch sein, als die mittleren, und der Architrav mit dem Ge-simse soll ferner den 5. Theil der Höhe seiner Säulen betragen.

7. Doch es können nicht in allen Theatern diese Maßverhält-nisse allen Umständen und Wirkungen entsprechend sein, sondern derBaukünstler muß daraus Bedacht nehmen, in welchen Stücken esnöthig sei, diese Maßverhältnisse zu befolgen, und in welchen sie inRücksicht auf die natürliche Beschaffenheit des Ortes und aus dieGröße des Baues abzuändern seien. Es gibt aber Dinge, welchein Rücksicht auf den Zweck sowohl in einem kleinen, als in einemgroßen Theater von derselben Größe gemacht werden müssen, wie dieStufen, die halbkreisförmigen Gänge, die Brüstungen, die Corndore,die Aufgänge, die Bühnenerhöhung, die Erhöhungen für die Sitzeder Obrigkeiten, und wenn sonst Etwas vorkömmt, bei welchem mannothwendig von dem zusammenstimmenden Maßverhältnisse abweichenmuß, damit keine Unbequemlichkeit entstehe. Ebenso wird es, wennbei dem Bau an irgend einem Baumaterial, nämlich an Marmor,Bauholz und an den übrigen Dingen, welche man dazu beschafft,Mangel ist, nicht unstatthaft sein, etwas Weniges wegzunehmen oderhinzuzuthun, wenn es nur nicht zu übermäßig, sondern mit verstän-diger Einschränkung geschieht. Dieß aber wird geschehen, wenn derBaukünstler durch Uebung wohl erfahren und außerdem nicht einesregsamen Geistes und der Erfindsamkeit bar ist.

*) ulMs. Ich theile die Ansicht Mnrini's nicht, nach welcher

nnöa gleichbedeutend mit lysi», der schrägen Einziehung über dem Gesimse,wäre, wogegen schon die Voranstellnng der unä» ppr der xorons spricht,

2) D- h. des Säulenfußes,