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ausgegeistert, zurück und erlangen wieder die Eigenschaft, in ihremeigentlichen Niveau zu bleiben.
Jeder warme Quell aber ist ein Heilbrunnen, und zwar des-halb, weil er, je nachdem er mit irgend einem Stoffe') erhitzt wurde,irgend eine bestimmte Kraft für den Heilgebrauch erhält. So heilenSchwefelquellen die Nervenleiden, indem sie durch ihr heißes Wasserdie krankhafte Feuchtigkeit in dem Körper warm machen und ausdemselben Herausbrennen; die Alaunquellen aber heilen, wenn mansie für Glieder, die durch Schlagfluß oder irgend eine andere Krank-heit gelähmt find, gebraucht, die kalte Erstarrung durch die gegen-theilige Einwirkung der Wärme, indem sie den erwärmenden Dunstdurch die offenen Poren bringt. Erdharzhaltige Wasser dagegenpflegen, indem sie, wenn man sie trinkt, abführen, die innerlichenLeibesübel zu heilen.
5. Es gibt aber auch kalte Natronbrunnen, wie zu Pinna,Vestina, Cutiliä und an andern Orten der Art, welche, getrunken,abführen und, durch den Unterleib ableitend, auch Drüsengeschwulstvermindern. Wo dagegen Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Blei unddie übrigen derartigen Mineralien gegraben werden, findet man zwarreichliche Quellen, diese sind aber meist schädlich; sie haben nämlichdie schädlichen Bestandtheile sder warmen Quellen, Schwefel, Alaun,Erdharz^, und wenn solches Wasser durch Trinken in den Körperkommt und, durch die Poren dringend, mit den Sehnen und Gelen-ken in Berührung kömmt, so wird es dieselben auftreiben und ver-härten, daher werden die Sehnen, durch Aufblähung angeschwollen,in ihrer Länge zusammengezogen und machen so die Menschen ent-weder kontrakt oder podagrisch, deshalb, weil sie mit den härtesten,dichtesten und kältesten Bestandtheilen die Poren verstopft haben.
6. Es findet sich ferner auch eine Art Wasser, welches, dadessen Adern nicht ganz klar find, einen wie Sahne aus der Ober-fläche schwimmenden Schaum hat, der in der Farbe dem Purpurglaseähnlich ist. Dieß beobachtet man besonders in Athen, denn dort sindvon derlei Quellen Brunnen in die Stadt und an den Hafen Piräeusgeleitet, von welchen aus dieser Ursache Niemand trinkt, welche aber
1) Ich lese mit Marini aliis (6yä. k'lorent. kran.) statt xravis.