IV
länger auf einem breitern Lebensgebiete zu verweilen undtiefer in Gehalt und Stimmung der einzelnen Stücke ein-zudringen. Immerhin haben wir auch — um den Schülerneinen Begriff zu geben von der Verschiedenheit des dichterischenSchaffens — eine gewisse Scheidung nach der Darstellungs-art im Auge behalten, so daß es dem Deutschlehrer unbe-nommen bleibt, in vertiefender und vergleichender Weiseeinzelne Dichtungsgattungen, wie das Märchen, die Sagen,Balladen, Wirklichkeitserzählungen, Schilderungen, lyrischeGedichte, in zusammenhängender Weise darzubieten.
Aus der Gliederung des Stoffes und dem Charakter dereinzelnen Abschnitte haben sich die Motive zu den Zierbildernergeben, die Gertrud Meyer für das Buch gezeichnet hat.
Für den Fall, daß mit der Zeit die beiden Lesebücher anverschiedenen Klassen derselben Schule verwendet werdensollten, haben wir für zukünftige Neuausgaben den Austauscheinzelner Stücke in Aussicht genommen, um den leichternStoff ganz dem ersten Bande, den schwerern dem zweiten zuzuteilen. Für Ratschläge und Anregungen aus der Unter-richtserfahrung heraus, die der Verwirklichung dieser Absichtund dem wettern Ausbau der beiden Lesebücher zu stattenkommen, werden wir jederzeit dankbar sein.
Solothurn und Baden im März 1923.
Die Herausgeber.