Heimatsagen
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Und 's chunnt z'letzt e Gang, wo's Töchterli füren in Chilchhof55 Au ke Flanell brucht und eineweg d'Schüehli nit wüest macht.Hen sie nit im Totebaum vier Richter ins Grab treit?
's feig nit briegget morde. Ne Vaterunser hen friligAM betet und gseit: „Gott geb' der ewige Friede!"
Drum der Tod söhnt alles us, wenn's numme nit z'spot wär.Aber der alt Ma feig eismols wider am ChilchhofGstanden und heig gseit mit schwere bedütseme Worte:
„Hesch nie das Plätzli birüehrt, se soll di das Plätzli nit tole.Wo du ane ghörsch, weiß numme 's Geitligers Laubi!"
's isch so cho. Der ander Marge, women ins Feld goht,
65 Stoht de Totebaum vor usse nebe der Chilchmur.
Wer verbei isch, het en gseh, und 's heißt no dernebe,
's feige Trappe gnueg druf gsessen und heizen am Tuech prckt;Wie me's macht: Wenn näumis isch, so lügt me no meh dra.Je, me het's wider probiert, me het st no tiefer vergrabe70 An en andere Platz, 's het alles nit ghulfen und hattet.Endli seit der Vogt: „Mer müen go 's Geitligers LaubiFroge, wo sie ane ghört." Me rüstet e Wage,
Wettet d'Stieren i und leit de Totebaum ufe.
„Laufet, wo der went!" Sie hen st nit zweimal lo heiße.
75 Uf und fürt zum Häfnet-Vugg. Dört blibe sie b'hange,Z'allernöchst am Brünne, der wüsset's, womer verbei stn.In deim Brünne sitzt sie. Doch stigt st an sunnige TageMengmol usen ans Land, strehlt in de goldige Hoore,
Und wenn näumer chunnt, wo selle Marge nit betet80 Oder d'Hoor nit gstrehlt und wo st nit gwäsche und putzt het,Oder jungi Bäum verderbt und andere 's Holz stiehlt,
Seit me, sie nehm en in d'Arm und ziehnen aben in Brünne.Vetter, i glaub sel nit. Me seit so wöge de Chinde,
Atz sie süferli werden und niene näumis verderbe.
85 Vetter, wär es so gsöhrli, bim Vluest, euch hätt sie in d'Arm
gno,
Wo mer nebe abe stn, und gwäschen im Brünne,
Und au wider gstrehlt emol. — Nei, loset, was höri?
's lütet z'Steine Mittag. Bald simmer dussen im Freie.D'Zit wird eim doch churz im Laufe, wemmen au näumisN Mit enander z'rede weiß und näumis z'erzelle.
Seig's denn au nit wohr, es isch nit besser, wenn's wohr isch.Sehnt der jez dört 's Schlößli mit sinsn eckige Eible?
Und das Dorf isch Steine. Do füre zieht st der Chilchweg.
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