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Heimatsagen
Noch tragen die alten Mühlen und Banngemarkungen imSurbtale die Wahrzeichen der Heiligen, Krllglein undKamm. Wenn daher habsüchtige Müller das Wasser, dasandern dienen soll, ihren eigenen Rädern zuleiten, so zerreißtes ihnen mit großem Schaden die Wuhren und geht dann sei-nem vorigen Laufe nach. Und wenn eine Schnittermagd vomEarbenbinden her über den Rhein heimkehrt und einmal beider überfahrt mit dem Weidling umschlägt, so hält ihr dieJungfrau mit der einen Hand den Mund zu, daß sie nichtertrinke, und führt sie mit der andern ans Gestade. Auch alsWetterheilige gilt sie; daher heißt die Kalenderregel für denersten des Herbstmonats : Regnet's an Verena, so gibt's trockneSaatzeit. Wäscht Verena am Vormittag ihren Rock und trock-net ihn nachmittags wieder, so gibt's guten Herbst. St. Verenasott am Morge 's Chrüegli löse, z'Mittag 's Chitteli tröchne.Wenn's den ganzen Verenatag regnet, darf der Ackerer zumz'Obig nicht mehr absitzen. So hat sich die Erinnerung an dieHeilige beim Volke erhalten bis auf den heutigen Tag.