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Zweiter Band.
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zurückbesinnen, da hörte er ein Schütteln und Quirlen, undwie er sich umschaute, sah er das Krüglein schon wiederwackeln. Bevor er zuzuspringen vermochte, ging der Lehmfußauseinander, und es fiel um, das kühle Wasser über seineHände ergießend.

Jetzt wurde der Heilige wütend. Er packte das Krügleinund schmetterte es also an die Wand, daß es in hundertScherben zerstob.

Da wurde auf einmal seine Zelle taghell erleuchtet, undeine sanfte Stimme rief von oben:O Teutbert, Teutbert!Du hast gemeint, die Hoffart, den Zorn und alle Laster derWelt für immer und ewig von dir abgetan zu haben; duhast gemeint, du könnest nicht mehr fallen, und hast dich indeinem Herzen für vollkommen gehalten. Und nun hast dudich schon um eines Krügleins willen, das nicht stehen kann,versündigt. O Teutbert, o Mensch, o schwacher Mensch!"

Zerknirscht und reueschwer sank der heilige Teutbert indie Knie. Und als er nach langer Buße zu einem seligenSterben kam, hatte er endlich das Böseste verlernt, die Hof-fart, und das Beste erlernt, die Geduld.

14. Das Rotkehlchen.

Von Setma Lagerlöf.

Es war zur Zeit, als Gott der Herr die Welt erschuf, undnicht nur Himmel und Erde, sondern auch alle Tiere undPflanzen, denen er zugleich ihre Namen gab.

Aus jener Zeit ließen sich viele Geschichten erzählen, undwenn man sie alle kennen würde, so hätte man auch eine Er-klärung für alles in der Welt, was man jetzt nicht begreifenkann.

Damals geschah es eines Tages, als der Herrgott im Pa-radiese saß und die Bügel anmalte, daß die Farben in seinenFarbentöpfen ein Ende nahmen, so daß der Stieglitz farblosgeblieben wäre, wenn der liebe Gott nicht alle seine Pinselan seinen Federn abgewischt hätte.

Und damals geschah es auch, daß der Esel seine langenOhren bekam, weil er seinen Namen nicht merken konnte.Er vergaß ihn, sobald er einige Schritte auf den paradiesischenFluren gemacht hatte, und dreimal kam er zurück und fragtenach seinem Namen, so daß der liebe Gott schließlich etwas