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Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten der Schweiz / von Jakob Baechtold
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110. gebohnt. Gewichst (mit Wachs glänzend gerieben).

111. Wergeld. Sühngeld für einen erschlagenen Mann.

114. krümelnd.Lautnachahmendes Wort, urspr. das Siedegeräusch aufkochender

Milch, dann das Zwispern der Luft und Knistern des Bodens an Hoch-sommertagen bezeichnend." (I. C. Heer.)

Döselein, Dusel. Räuschchen.

115. Ranzen. Bauch, Kasten (der Baßgeige).

120. Tischer. Nebenf. von Tischler.

Bohlen, dicke Bretter.

121. Spatel. Spachtel, ein spatenartiges Werkzeug zum Pflasterstreichen und

Farbenmischen.

124. Heiducke. Bedienter in einer gewissen Reitertracht; urspr. e. ungarischerVolksstamm.

Buckeln (douoles). Geringelte Locken.

Pattenweste. Weste mit Taschendeckeln (patte8).toupetartig, mit einem touxst, d. h. einem frisierten Büschel Stirnhaare,(touxet zu toutke, verwandt mit Zopf).

126. Corps de Logis. Hauptgebäude.

128. Museum. Hier altertümlich für: Studierstube.

Vedette. Reiterwache.

130. blaterg. Blätterig, mit Blattern (Eiterblasen?) behaftet,vast wol. Sehr wohl.grienig. An Grien (- Blasenstein) leidend.

Kalte und feuchte Krankheiten sind fieberhafte, chronische Krankheiten;trockene und hitzige süchten sind fieberhafte Krankheiten wie z. B. diegaloppierende" Schwindsucht.

138. Säracs. Eisblöcke.

156. Kassette. Viereckige, kastenförmige Vertiefung.

Cellafries. Fries der Cella, d. h. des viereckigen Hauptraums (einesTempels) mit dem Götterbild.

163. Korallenrief. Anstatt Korallenriff (wohl nach dem engl. rsek).

165. Knippchen schlagen. Sonst Schnippchen schlagen, schnellen; vgl. knipsen.

166. in Absicht, (mit Genet.) in Hinsicht, in Bezug auf . . .räumlich. Geräumig (in diesem Sinne veraltet).

171. Toise (srz.). Klafter - 6 Pariser Fuß.

Pfriem (der). Pfriemkraut, Ginster.

173. Tawner (svr. Tauncr). Taglöhncr (aus laA-vaner, der einen Tag

(-lohn) gewinnt.)

Grindel. Grendel, Pflugbaum.

Baach. Vorrat vom letztmals Gebackenen.

174. mürpfe. Vom Brot abzerrcn und in den Mund stopfen,der Ringgen ytue. Eigentlich festschnallen (vom Hund).

176. chüstig. Schmackhaft, vgl. köstlich.

177. Gchifel. Gezänk.

178. gewixt. Gewichst.

180. Banse. Scheune, Raum zum Aufschütten und Aufschichten von Getreide.

181. Flechse. Hier, zum Unterschied von Sehne, die flache Sehnenhaut (nicht

die strangförmige Sehne im engern Sinne).

182. Schlag. Gleich bestelltes Stück Land.sicken. Solchen.

Bächtold, Lesebuch II.

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