1607 Rvcourt Rogen
insonderheit daß sein Mehl durch gesehicklichesSäuren, Salstcn und Backen zu verbessern,damit ein gutes und gesundes Brod daraus ge-machet werden möge. s. llecaie.
Uvcovirr, ein ausländisches Farb-Materiale,wel-chesman aber, weil man mit der Bourr-vielwohlfeiler und beständiger färben kan, nichtviel gebrauchet.
Rodoui, ein gewisses Farb-Materiale, sonderlichzu grauen uud Wurstel-Farben dienlich.Roede, im Maaß feuchter Dinge bei, den Nie-derländern, koinmt mit dem Römischen $emi-culeo öbcrcin, und des-eher zu Dordrecht ausio. Ahmen. Eine Ahme bestehet aus io.Schrewen, welches Maas der Römischen.Amphora: gleich kommt. Eine schreevefüllen IO. Stoppen die mit der Römer Urniszu vergleichen. Ein Stoop ist gleichsam deralte Römische Congius. Hält 2. Kai-nen oderPot, welche auch Mengel anderswo gencnntwerden, Kanne, Pot, oder Mengel-kan Latei-nisch tt-mins genannt werden, denn sie ist dieHelffte des Sextarii. 2)ieRoede wird in 2.Faß gccheilet, deren jedes ;oo. DvrdrechtischeStoppen, oder 2200. Pfund hat.
Rdbre, wird von den Jägern ein Fuchs.Loch ge-nannt.
Römische Vrdnunss, wird in der Bau-Kunstdaran erkannt, daß ste an dem Capital 2. Rei-hen Blätter, und nur einfache, in allen aber 8 .Schnecken hat.
Römischer '.Kolli, s. Beta alba.
Römischer Quendel s. Thymus.
Röm-scher Spie s. Spica stiel tica.
Römischer wermutd,s. wermuth«
Rösche, heist auf dem Bergwerck- ein abhängi-ger und mit dem Gebirge fallender, auch nachNothfall, bald kürst, bald langgeführter oderzugeröschter Graben, so unter derTamm-Er-de, zu Abführung der Tagewaffer oder Gängezu entblösen gelühret wird. Ist auch das An-steigen einer Stollnsohle, damit das Wassernicht stehen bleibe, sondern seine Rösche habenund ablauffcn könne.
Röschen, Röschen kreiden, heist einen solchenGraben führen.
Röscker-Schlamm, heist der Schlamm, so ausdein erste» und andern Graden gehoben, undaufdcm Planenherd verwaschen ioird.
Röste, heist ei» Ofen von drey Mauern, untermfreyen Himmel,darein die Rostbctte» gemacht,und die Erre gebrannt werden.
Rösten das Ery, heist solches dnrch brennenvon seiner Unart saubern: Unart vom Erst ab-brennen.
Röu-Holynnd Rohlen, daranfnachgehendseine Schicht Erst grfrürstet wird : Das Holstwird nach dem Hüttenmaaß eingeschlagen,undgehen y. biß 10. Scheit in ei» solch Maaß: einScheit muß 5. Eilen lang seyn.
Rörhe, Färber-Röthe, s. Rubia Tinctorum.Röröel-Srein s. Rubrica.
Ross-Zanne s. RauhZ.mge.
Rogen,Ova pi tcium.heiffe» die Eyer, welche dieWeiblci» unter den Fischen, gemeiniglich i»überaus grosser Meuge, im Leibe tragen. Siewerden daher Rogner, gleichwie die Mämi-
Roggen-Stein Rohr-Flbten
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lein M'lchei.-,gene»»t. WennUL?.ausgelassen, heiffet er Lrlch, vensehen wird er eingesali-e» und Caviar M11( i
Roggc,, : Stein, Sulfites, ist ( i„ e | tt Aftgurirten Steins.
Rode Sebickr heist, wann die geringhaltig,ste mit Kn-ffen beschicket werde»rohe Schicht es wagen, ist st nielalsstiG.sinnig sey». ^
Rohm, Gaue, Cremor laäis, hcjstdas Stttl fjstchübcr der frischen Milch setzet, unb m'9gehörig abgenoinmen, in ButteMe zu BMngerührt,oder auch auf andere Weise i„ derLche gebraucht wird.
Rohob s. Rod.
Rohr, heist eine iede runde lange Röhre. L«sden Glashütten ist es ein etiva» einer onsm'Ellen lang, rundes und inwendig Hosts L«oder Röhre, an einem ebenfalls etroan an«Ellen langen hblsternen Stiel, dessen Art«eein Mund-Stücke formiret, mirdemmmel-was von dem geschmoli-men Glast aus demHafen ziehet, kleine oder grosse Scheiben-A«-cn bläset, und hernach allerhand MriMfäffe daraus machet.
Rohr-Schilf, Anmdo, bringet aus seiner liio-tigten Wurstel sehr viel Stengel her», so inGlieder und Gelencke unterschieden, inmckzmit einem zarten Hantle!» bezogen, uu Äu-gen aber hol sind. Die Blätter sind scharjswdschneidend. An statt der Blüte findcnilchiNst-gebreitete Aehre», in Gestalt der LtraM-dern. Es wächset in Grübe», Leiche« mdSeen. Die Wurstel mit Eßig zersossen unbaufgeleget, lindert dem Schmertzen der Wm-den: gedörrt dient ste für den Stein. s. ct$
Arundo paludris. it. Spanisch-Rohr.Rohe-Laßlen s. cllarÜL iästula.Rohrdoinmel, Buteo, Bos-tauruä: Butor.Line Art Rciger,so an seinem gelben Mb«mit braunen Flecken wie Stcrnlemmpsprengt. daher er auch Anäea 8teUamx«»-net wird. Es ist ei» träger Vogel, der >ch>M-rentheils im Schilffenthält. und wenn er tatSchnabel auf den Schlamm geneckt, cmStimme giebt, wie das Brüllen eines Oebim,die biß aufeine halbe Meile welt-gehorek a'ird.Erziehet im Herbst weg, und kommt wieder,wenn die Sümpffe aufgetauet; brutetaulM-ckencn Frischen, oder Währten, m ScenimTeichen, und bringt vier Jungen ane; n»sich von Fischen und allerley Geschmeiß, jlsehr boßhafft, und wenn er geschossen nchkgleich todt bleibt, bat der Schutze zuthun Mseiner zu erwehren.
Robr-FIötcn, ist eine Art Orgel-UeijftnM-che oben gcdackt, aber doch durch:gewiss«u 'suricte Rohrlein wieder etwas gwWelM-Um ivelcher Ursachen willendu «m b'»fe Pfciffcn a Cheminee . PfeistcN Mit ein
Camiii oder Schor,,steil, heissen. Et!ich-M>-
ster lassen dieses Rohrleuib<>lb "
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