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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1661-1662
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ftKiimit denEieb'Mheri, »ufjaltcn. Ih-»Uklt tesikhct meistens aus Fichten, undeiv»H°e?> "'>e auch aus Salme, den-yoly,«?# kt ; tan sonderlich die kleinen«!, EchechKln zuBcechtolsgaden gema-LmdinseolserNfNße weit und breit vcr-fitat itefien. Sie tßtiTeu aber das Holtz sehram, mi «ilheilhaffüg zu spalten, nachmahlstaten Äicn Eattunge», die Schiene» über»iMmi Stock, zu den kleinen aber über<i,,t «wie Forme zu biege», damit die0#1n »der Sorten tu eurer gleichenW Mischet werde» können, alsden» zu-iwi» j leimen, oder aber mit Schienen«h,Kisten,und dieBöde» gleichfalls eiiizulei-L». Liescr unterschiedlichen EattungeiiKZehachtelnwerden vielerlei) gezchlet, alsiM-iMchcr-Schachteln, 2) groß undl!« Axcheckcr- Schachteln, Ivelche theilsliankigt, theils ablanggemachek werden, Ab-daal «rch Narnquen-und kurtze Feder-Äastteln, rinide hvhetzauben-und niedrigeKdreUii-Schachteln, Jede vo,i diesen Eat»Wiiivird also eingerichtet, daß dieausscrste«iittdersünff, auch wohl mehrere ihres glei-fai« sich schliesset, deren doch immer einetkineti» qK die andere, die innerste aber dieA«Ä, und die äusserste die grbsseste, welche«jssaininen einen EinsaZ nennet. AuchstWdie SchachtelniacherdieZamen zu den«Kiijulierfertigeii, und als» den Siebern inKyaO j,i arbeiten. Die Schachteln wer-roilttä von den curieusen Händen des Fran-««immrS mit der so genannten zierlichenUMseihbimtfärbigcn Cvralleii, oderklei-«älaseriscu mit Fade» diirchschlnngenenMAI, mit glatt und erhabenen Gestück undW >iig, oder auch mit Ladengewirck überzo-ftitM.mitgefärbten Stroh,ach artig rn-D'Nibcilten Figuren überkleidet. DiekUch l mahler hingegen sind gewöhnet dieAWi, Mit bunten Farben, und auf ihre-MsMKlten Blume» und Linien zu be-i» überziehe», und durchLAOd-e Kauffev herbey zu locken,

,2 S n od-rsincken,heist,den Schachtmib im Gestein nicder-

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darauf die Kübel auf-und niedergehen, sonstmheissen sie Schacht-Stangen.

Schacht Nachrichten,machen, daß ein Schachtgerade unter den andern komnit.

Schacht-Nagel, seynd grosse Nagel, sozuBe-festiglmg der Schacht-Latten gebraucht wer-den. Zum Zelter - Feld werden sieSchacht-Latten-Nägel genannt und geschrieben, undsind zweyerley, gantze und halbe.

Schacht ruhet auf zerbrochenen Beinen,oder macht sich zum gehen fertig, helft sovielmals er wird wandelbar, feige oder bruch-hafftig.

Schacht sincken,s. Schacht fällen.

Schacht-Schienen, sind eiserne starcke Bleche,so zu den Schacht - Latten gebrauchet werden,wo sie wechseln, daß die Kübel sich nicht hem-men.

Schacht-Stangen, s. Schacht-Latten.

Schacht-Stempel, sind Höher, so aiif beydenSeiten tieff eiriLeschiiittcn, und zivischc»'dieWandruthen und Anfalle getrieben iverden.

Schacht,Steuer, wird den Ecwercken gegeben,wenn die Ernförderung von andern durch ih-ren Treibe-Schacht geschieht.

Schacht - und Seiten - Tto n nen, sind die Bes-ter, damit der Schacht verschlagen wird.

Schachrzubühnen,heisi, dieselbe witSchacht.-Höltzeru zudecken.

Schäfer, Opiiio, Berger, ein Hirte, her dieSchaafe hütet und ihrer pfleget. Sein Amkist die Schaafe zu weiden, sie auf der Weide zu-sammen zu halten, damit keines abkomme,nochdem Wolffe zutheile werde. Hierzu bedienter sich der Schaaf-Hunde, welche die auS-fchweiffenden Schasse zusammen treiben undden Wvlff scheuchen. Weil auch das Schaafein sehr zärtliches und vielen Unfall unterwvrf-fcnes Thier, so ist vvnnöthen, daß der Hirte ih-re Unfälle und Kranckheitkii zu heilen verstehe..Sie sind entweder Eigenthums-Hirten oderMiethlinge. Ihre Kunst ist bey ihnen so hochgehalten, daß sie dieselbe »jemand lehren, alsdie von Schäfern herstammen. Hingegenwerden sie auch in den meisten Zünfftcn dererStädte nicht zugelassen, sonhern gleich denenunehrlichen ausgeschlossen.

Schalung, Bune, §»-», eine aufgeführte Bede-ckung des Ufers, dem Einreiffeii des Wassers z«wehren,und den Schiffen eine bequeme Aulän-de zu machen. Sie wird entweder durch ein-geschlagene starcke Wasser-Pfahle, und darhiu-ter aufgeschützte Boten gemacht, oder vonSteinen erbauet, ttuter dem Nahmen einerWune wird auch begriffen der Raum oder Hoff,woselbst die aus den. Schiffen geloßete Güterhingelegt werden, ehe man sie »ach den Spei-chern wegholet-Schaff, s. Schaaf.

Schaff, ist ein Getravde- Maaß in Schwaben, ,welches daselbst Wetze» halt, und die Wetzedmwicderlim 4. Merlinge, ein Merlins 4.Viertlein, und 1. V icrtlcin q. Zwey und dreys»siglein. In dem Wüctenbergischen ist da-Wort Schaff nicht so wohl gebräuchlich, al»das Wort Schajstl »der Scheffel; dieser halt