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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1671-1672
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1671 Schien-Hacken Schieß-Pflücker

Schieß-Pulver Gchiff-NWe «h

so ohne Fleisch ist, Ocrea, der hintere Theil,aber, so flcischicht ist, Sura genennct wird. Esbeweget sich aber das Schienbein auf viererlei)Arten, indein es sich beuget, ausstrecket, ein-und ausheilet, und dieses alles vermittelst u.Muscuiorum , als?. Biegcr, 4. Ausstrecker, 2.Zuführer und a. Abführer. Die z. Biegcr sindLiceps, leininervvtusund lemimembrano-üir; die 4. Aussirecker des Schienbeins sind:Jtectus, vallus intecnus, vastus externusund crureus. Die zwei! Zui'ührer sind tarro-rius seu kaiciaUa, und der dünne oder ge-schmeidige irnilcu>u5. Die zwey Abführer sindfafcia lata obetmembranosus, der HÜNtigte,tm&popüteus, der Knie-Beuger.

Echte,i-Haken, ist ein eiserner Haken, 2. Ellenlang, und rund gekrümmt, davon unten derSchemel, oben aber der Heng-Haken des obernBalgcn-Brcts bevestigetwird.

Schiecl, heist auf Bergwercken eine unartigeZwitter-Art, so das Zinn im Schmclnen sehrraubet.

Gchrcvltng, f. Licura.

Scb>,esi-L>Iecl)e, heiffen anf Bergwercken dieEise», so zwischen die Sprechen und Schieß-Pflöcker gclegetwerten, welche verhüten, daßdie Spreizen von Pflöcken nicht gespaltet wer-den; heiffen auch die Schieß-Stücke.Schiest-Eisen, ist dasjenige, welches quer durchdie Pompen-Stbcke gelcget wird, zu verhü-ten, daß der Zug, wenner bricht, nicht hereinsahe.

Echiessen, geschiehet mit unterschiedlichen Feu-er-Instrumenten, welche nach dem Gebrauchund Absicht unterschiedlich ist,als entweder eiirProbier- Lust- Exercir- Kunst- Noth-Freudcn-und Trauer-boicanes, zugelassenes und verbo-tenes, Scherk- und Ernst-SchieffcnSchiessen im Bergwerck geschieht mit Pulver,wenn das Gestein so veste ist, daß es sich nichtwohl anders will gewinnen lassen,

Schliffe,,, ist auch ein Caßirer-I'ermiiiur, undheist, das Geld zuschieffen, da denn vornehnilichdie Müntz-Sorten, die man vor sich hat, inConfideration kominen, wie viel auf einenWurff müssen genommen werde», wenn manzu der verlangten Sumina koinmcn will.Schressen, das Brod i» Ofen, ist bey den Be-cken gebräuchlich. Der Webcrspul wird durchdas angezettelte Garn bey den Leiiiwederii ge-schaffen.

Schieß-Gewehr, hierunterwcrdcn nicht alleindie Feuer-Röhre, sondern auch Bogen, Pfeile,und Armbrüste k. verstanden. s.Geweür.Schicsi-cköchev, sind die Löcher,so aufBergwcr-cken mit dem Bohrer ins Gestein;o. oder 40.Zoll ticff, auch wohl tieffer, nach Mstigkeit desGesteins, gebohret werden, in welche hernacheine Patrone mit Pulver gethan, und also dasGestein loßgcsprengct wirb.

Schieß-Locher, sind Oeffnungen in einerStadt-Mauer, zwischen welchen mau kan hin-aus schiessen.

Schieß-Pflücker, sind bey den Bergleuten Hol-der, dadurch ein Loch gebohret, welche in das |Schieß-Loch getrieben, und Pulver hinein ge-schüttet wird.

dasjenige, welches«,-M

ednefhVßacte, Jncisi.ra, Mras m , ki

eme Eröffnung lndcrDriistwchre/di-i,»,5« außen weit ist, dadurch«»«

den Stucken hinaus fairen kanSchieß, premen, sind i>n Bergwerst öofeeroauf die Schieß-Pflöcker geseret, tmb m!ÄGesteine angetrieben werden, daß der«nrcht zurück springen kan.Schreßff'cke, s. Schich-Llerbe.Schiff,Vavu, Ceu». ist in einer Kirchen d«Llere und grosse Stück, welches zueilen »»gemacht wird, als die Ableiten.

Schiff, ei» Gestirn, s.Navis.

Schiffe, Na , sind »nterschiedlichn Fal-tung, als Kriegs-Tran§port,KarffarchmOFiichcrey-Schiffe, welche insgesamt rri«ttt=um in ihre gewisse Sorten, (nachdem M-lich ihre Bau-uiid Landes-Art, ihre Mund Capacität, die darzu genvinnicneMti,rie, Form und Gebrauch ist) eingeiheilktm-den. Von den Äauffarkhey-EchiffeiiMzugedenckensso werben diejenigen,so selche da»!»Schiffs-Bauer genannt, die aber, mlihesolche bauen lassen, LigcnthümerdcsEW,oder wie man sie in deii See Städten iicimet,Rheeders, die,eilige», die solche CchiisedM-chen, oder mit Waarenckeladesi, u»d«ei-ner See ziir andern schicken, werden Ä-frachrers genannt. Voii der Materie ederdem Hol», welches znm Schiff-PanerfMkwird, ist solches mehreiitheils Eichen-Hch,wiewohl in der Ost-See au etlichenLr«,sonderlich in Schweden , Finnland u»W®wegen, auch viel Führen-Holli batjup®nie» wird, welche Schiffe sie damiMFuhrne-oder Feuer-Llaiennenue« ÄkContract, welcher mit den Schisitck»»aufgerichtctwird, hciffctder ^eil-SuGMwelcheiii umständlich beschrieben mwMlang und groß, auch aus was sur M ki»Schiffsollgebauct werden.

Schiff Sefraet-tung-Loareact, beisietdll,!-nige, der mit dem Schiffer oder desienM-der» aufgerichtet wird. um das Schiff, w ®neu gewissen Ort zu befrachte». 2 » dicMLontract wird geschrieben, wie lang« wSchiffin Ladung liegen, wie viel lffuttrec -nehmen, und wenn es an L»rt WdLchle«ako,innen, wie viel Tage es mit dcr !wl«d>»und Eiimehmuiig stilchcr Guter 1 Jauch wie viel ihmdasür an Fracht dczM

Schiff-Brücke, konr navalir. eine BriMie

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entweder aus freyer Hand, ^

der Kerne: da nehmlich elnLlcbtaffSEund öffentlichaiifgeiteUtiV'trEvintUcrC ftion .daß, so lange als dicke k.«tMnoch iederman die: greD&eitJmt, ct( j

ten, so bald aber solches -u-sediMMF,^demjenigen zugeschlagen,der das hrchüdarauf gethan.

darauf gethan. .

Schlff-UlUhle, İIa navalis,

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