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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Magnetismus der verschiedenen Körper.

welche erhebliche Mengen anderer Stoffe, namentlich Silicium, Chrom, Wolframund Mangan enthalten. Siliciumstahl bietet nach Hopkinson keine besonderenMerkwürdigkeiten hinsichtlich der Grössen U, U', C und E der obigen Tabelledar; es verhält sich etwa wie kohlereicher Whitworthstahl. Dagegen besitzenChromstahl und Wolframstahl eine etwas geringere temporäre, ersterer auchetwas geringere remanente Magnetisirbarkeit, andererseits aber beide eine ganzkolossale Coercitivkraft, die im härtesten Zustande bei jenem bis zu 40, beidiesem sogar über 50 hinaus ansteigt, also 2025mal so gross ist wie im weichenEisen und 23mal so gross wie beim harten Whitworthstahl; die bei einemmaximalen Kreisprocess zerstreute Energie erreicht daher auch sehr grosseWerthe (für R = 240 z. B. bis über 200000 Erg.). Am seltsamsten verhält sichManganstahl, wie die folgenden HoPKiNSONschen Zahlen erkennen lassen.

Sorte

Zustand

% Mn.

U

U'

C

E

Manganstahl ....

weich

4-73

10578

5848

33-9

113963

n ....

hart

11

4769

2158

27-6

41941

n ....

weich

8-74

1985

540

24-5

15474

n ....

hart

11

733

Hadfields Manganstahl

>1

12-36

310

Der 4proc. harte Manganstahl ist also noch \ so stark magnetisirbar wiegewöhnlicher, der 8proc. nur noch tj'g- so stark und der 12proc. fast gar nichtmehr; dabei ist die Coercitivkraft ausserordentlich gross, bei dem Hadfield-schen aber die Remanenz trotzdem äusserst schwach, vielleicht überhaupt nichtvorhanden; die Permeabilität p. ist für ihn etwa l - 4, also überaus klein und dabeifast constant. Aehnlich unmagnetisch bei gewöhnlicher Temperatur ist aucheine mit 25# Nickel legirte Eisensorte, was besonders merkwürdig ist, da Nickelselbst so stark magnetisch ist (s. w. u.).

Holborn 1 2 ) hat besonders den Einfluss der Härtungstemperatur für gewöhn-lichen Wolframstahl untersucht und gefunden, dass die wirkliche Härtung erstbei 750° eintritt, dass hierbei der temporäre Magnetismus ab-, der remanentebis auf das vierfache zunimmt, dass jedoch jenseits 850° beide Grössen ab-nehmen, so dass letzterer bei 1000° nur noch f seines grössten Werthes beträgt;der gewöhnliche und der Wolframstahl verhielten sich fast gleich. Es mussjedoch bemerkt werden, dass diese Ergebnisse zunächst nur für die betreffen-den Versuchsverhältnisse (ziemlich dicke, kurze Stäbe u. s. w.) zu geltenbrauchen. (Vergl. auch w. u. »Magnetismus und Wärme«.)

Von anderen Untersuchungen seien noch die von Negbaur 3 ) (22 Eisen-und Stahlsorten, am stärksten magnetisirbar ganz weiches und Flusseisen, vonden Stahlen Bessemer- und zweimal raffinirter Löwenstahl), von P. Meyer 3 )(Manganstahl) und von du Bois 4 ) (Eisen, Stahl, Manganstahl für Kräfte bis zusehr hohen Werthen) erwähnt; letzterer zieht aus seinen magnetometrischen undmagnetooptischen Beobachtungen am Manganstahl (12#) den Schluss, dass diesesMaterial sehr heterogen in magnetischer Hinsicht, also für exakte Zwecke un-tauglich ist.

*) Holborn, Beibl. 1893 , pag. 957 ; vergl. auch eine ältere Abh. mit z. Thl. etwas ab-weichenden Zahlen, Zeitschr. f. Instr.-K. 1891 , pag. 113 .

2 ) Negbaur, El. Z. 1889, pag. 348.

3 ) P. Meyer, El. Z. 1889, pag. 582.

4 ) du Bois, Phil. Mag. ( 5 ) 29 , pag. 293 . 1890 .