Schlussresultat.
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zahl von mechanischen Systemen giebt, welche dieselben Eigenschaften auf-weisen, wie ein elektromagnetisches System, sind alle bisherigen Versuche,wirklich ein derartiges System aufzustellen, das nicht bloss dieselben Eigenschaftenhat, sondern auch anschaulich ist, misslungen. Nimmt man den Lichtäther alsden Träger der elektrischen Erscheinungen allein an, so muss man ihm Eigen-schaften zuschreiben, die einander nach unseren sonstigen Erfahrungen nahezuausschliessen. Nimmt man, wie Maxwell, noch Zwischenpartikel an, so kommtman wohl zu einer verständlichen Darstellung, aber man hat einen neuen Stoff,abgesehen vom Lichtäther, nothwendig und der Gewinn an Einsicht gegenüberder alten Fluidumstheorie ist dann ein illusorischer. 'Graetz.
Nachträge zu Bd. III, 2.
pag. 54 : Magnete von der zweiten der unter 3) angeführten Formen werden,wenn es Elektromagnete sind, häufig RuHMKORFr’sche Elektromagnetegenannt, auch im weiteren Texte dieses Bandes,pag. 170 , Anmerkung 1. Neuerdings auch Grotrian, Wied. Ann. 52 , pag. 734 .1894 .
pag. 180 . Inzwischen ist eine systematische Darstellung der Lehre von den mag-netischen Kreisen von H. du Bois (Berlin 1894 ) erschienen,pag. 237 , Z. 14 . Die Arbeit von Heydweiller ist inzwischen in ausführlichererDarstellung erschienen: Wied. Ann. 52 , pag. 264 . 1894 .Bedauerlicherweise wurde bei Angabe der quantitativen Untersuchungenüber die Drehung der Polarisationsebene eine Abhandlung von Quincke (Wied.Ann. 24 , pag. 606 ; 1885 ) übersehen, aus der hier wenigstens einige Zahlen nach-getragen werden mögen:
Schwefelkohlenstoff. 0 04409' bei 21°
Wasser.(V01414 1 „ 22°
Quarz senkrecht zur Axe .... 0 01805
Alkohol.0-01124
Aether .0-01119
Methylalkohol.• 0-00989
In Lösungen, z. B. von Eisenchlorid in Manganchlorür oder Wasser nimmtdie specifische Drehung mit der Concentration enorm zu, während der Atom-magnetismus von ihr unabhängig ist. In historischer Hinsicht ist noch zu be-merken, dass die QuiNCKF.’sche Arbeit nach denen von Lord Rayleigh und Aronsdagegen vor denen von Koepsel, du Bois, Perkins und Wachsmuth veröffentlichtworden ist.
bei 18—20 c