Messungen an Krystallen.
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die Differenz keinen, wohl aber auf das Verhältniss einen Einfluss hat. NachKönig’s Berechnung würde man hiernach für die beiden Susceptibilitäten desKalkspaths in Luft
(x) = — 1-25-IO“ 6 (*') = — 1-14-10- 6
erhalten. Für Quarz sind die Zahlen, weil noch wesentlich kleiner, auch nochbeträchtlich unsicherer. König findet für zwei Kugeln 60 - 2 resp. 63’6, Stenger43 bis 55 für (*' — x) • 10 10 .
Ueber das Verhalten des Bergkrystalls liegt auch eine Arbeit von Tumlirz 1 )vor, deren Resultate zu eigenthümlich sind, um nicht noch der Bestätigung undevent. anderer Erklärung zu bedürfen, die aber jedenfalls erwähnt zu werdenverdienen. Als nämlich eine vorher als diamagnetisch erkannte Quarzplatte indas homogene Feld gebracht wurde, stellte sie sich mit der Hauptaxe unter60° gegen die Feldrichtung ein, und bei Umkehrung des Stromes begab sie sichin dieselbe Einstellung nach der anderen Seite. Nach der Schlussfolgerungdes Verfassers muss hiernach der Krystall eine dauernde Polarität erworbenhaben, und ein weiterer Versuch zeigte, dass diese Polarität nicht diamagnetischen,sondern paramagnetischen Charakters war. Hinsichtlich der weiteren Aus-führungen muss auf die Abhandlung selbst verwiesen werden.
F. Auerbach.
Beziehungen des Magnetismus zu anderen Erscheinungen,
Uebersicht. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass es kaum eineKlasse physikalischer Erscheinungen giebt, zu welcher der Magnetismus nichteine direkte oder indirekte Beziehung hätte. Eine der wenigen Ausnahmen hier-von bildet die Gravitation, deren Beziehungen zum Magnetismus nach den viel-fachen Versuchen von Faraday u. A. rein negativer Natur sind, wenigstens,wenn man davon absieht, dass die magnetischen Kräfte in vielen Fällen dasGewicht der Körper scheinbar modificiren, worauf doch z. B. die Anwendungaller Wägungsmethoden (s. ob.) beruht. Im Uebrigen sind Beziehungen desMagnetismus zur Elasticität, zu den Bewegungen, zum Schall, zur Wärme, zumLicht und zur statischen und dynamischen Elektricität aufgefunden worden, undzwar sowohl Einflüsse der in diesen Gebieten wirksamen Kräfte auf den Magne-tismus, als auch umgekehrt des Magnetismus auf diese Erscheinungen, eineWechselwirkung, die nicht nur im Grossen und Ganzen zur Illustrirung desPrincips von der Erhaltung der Energie dient, sondern vielfach auch quantitativerlaubt, den einen Einfluss theoretisch vorherzubestimmen, wenn der umgekehrteexperimentell ermittelt worden ist. Die Erscheinungen, von denen hier die Redesein wird, sind theils an sich ausserordentlich interessant, theils tragen sie zurKlärung der Anschauungen über den Magnetismus selbst wesentlich bei; sie sinddemgemäss auch mit solchem Eifer und von so vielen Seiten bearbeitet worden,dass hier nur eine ganz kleine Auswahl des Wichtigsten gegeben werden kann.Dabei sollen die Beziehungen des Magnetismus zur Elektricität ausgeschlossenwerden, weil diese in dem nächsten Artikel »Elektromagnetismus« gesonderteDarstellung finden werden.
’) Tumjjrz, Wied. Ann. 27, pag. 133. 1886.