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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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232
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Magnetismus der verschiedenen Körper.

Monoklines System.

Nach Plücker sind hier magnetisch: Diopsid und Kaliumferricyanid (Axe b(010) am stärksten magnetisch) sowie Kupferformiat und Kupferacetat (Axe mittel-stark magnetisch); diamagnetisch: unterschwefligsaures Natrium (Axe am stärkstenmagnetisch) sowie Natriumacetat und Bleiacetat (Axe am schwächsten magnetisch).

Ambronn 1 ) hat durch Dehnung heterotrop gemachte Gelatineplatten unter-sucht und gefunden, dass sie sich mit der Dehnungsrichtung äquatorial ein-stellen.

Zahlenmässige Ergebnisse. Für das Folgende ist in noch höheremMaasse als für das Voranstehende auf die Schwierigkeit hinzuweisen, welchekrystallmagnelische Versuche in Folge der Geringfügigkeit der in Betrachtkommenden Kräfte bereiten. Insbesondere muss auf peinlichste Sauberkeit undden Ausschluss selbst kleiner Fehlerquellen gehalten werden, da es sich hiernicht blos wie bei isotropen schwach magnetischen Körpern um kleine Grössen,sondern sogar nur um deren Differenzen in verschiedenen Richtungen handelt.Vor allen Dingen darf natürlich kein Eisenstaub auf den Krystall kommen,und das Gehänge muss mit Sorgfalt magnetisch unwirksam gewählt werden;aber auch die feuchte Hand kann schon das Ergebniss völlig umgestalten.

Die älteren Experimentatoren arbeiteten im ungleichförmigen Felde einesMagnetpoles und maassen die Abstossung, theils indem sie den Ablenkungswinkelbestimmten, theils indem sie die Ablenkung durch Torsion compensirten. AlsVerhältniss der Abstossungen parallel und senkrecht zur Axe fand für WismuthHankel 2 ) 67:100, Tyndall 3 ) 71:100; für Kalkspath Tyndall im Mittel auszwei recht gut übereinstimmenden Zahlen 100:91, für Eisenspath 100:81. AuchRowland und Jacques 4 ) benutzten ein veränderliches, wenn auch symmetrischesFeld, bestimmten aber nicht die Abstossung, sondern die Schwingungsdauer; leidersind die erhaltenen Zahlen in Folge irrthümlicher Berechnung dem Vorzeichenund der Grössenordnung nach offenbar falsch 5 ). Stenger und König 6 ) endlichbenutzten gleichförmige Felder und erhielten somit aus den obigen Formeln dieDifferenz x x' der beiden Susceptibilitäten parallel und senkrecht zur Axe.Für Kalkspath ist x < x' (algebraisch genommen), also x x' negativ, für(x 1 x) 10 10 ergaben sich folgende Werthe:

König

Stenger

Kugel 1 ....

1080

Kugel 2 ... .

803

2 ....

1108 und 1148

3 . . . .

900

3 ....

1067 und 1083

b ... .

788

Parallelepiped

797

Die Zahlen sind, wie man sieht, beträchtlich verschieden; ob dies aufVersuchsfehler oder auf Materialverschiedenheiten zurückzuführen sei, dürfte sichnoch nicht entscheiden lassen. Was die beiden Susceptibilitäten x und x selbstbetrifft, so kann man sie durch Combmation der TYNDALLschen Verhältniss-messung und der KöNiGschen Differenzmessung ableiten, muss dann aberberücksichtigen, dass alle Beobachtungen in Luft angestellt sind, was zwar auf

) Ambronn, Ber. Sachs. Ges. 1891.

2 ) Hankel, Ber. Sachs. Ges. d. Wiss. 1851, pag. 99.

3 ) Tyndall, Phil. Mag. (4) 2, pag. 174. 1851 ; PoggI Ann. 83, pag. 397.

4 ) Rowland u. Jacques, Sill. Journ. (3) 18, pag. 360. 1879.

5 ) Vergl. v. Ettingshausen, Wied. Ann. 17, pag. 274. 1882.

6 ) Stenger, a. a. O. König, a. a. O.