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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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402

Induc ion.

/i»

J% 7 -'

* Hl

1 dt

, d

^ dt

JJ,

q dt

n Hl

q dt

+ v, = o, /j

= o.

dV x

dt

(69)

Enthält die zweite Leitung eine Batterie (Nebenbatterie), so würden dieGleichungen lauten:

+ q ~dt~ + Vl = ° J ' = C '~dt'

Ji°

u

2 W 2

Pi

dh

dt

ih

dt

q dt

+ V 2 0, J% C i

dV 2dt

(70)

Was die Form des Stromes betrifft, so kann dieselbe im ersten Falle bestehenaus einem periodischen und einem aperiodischen Glied, im zweiten Fall aus zweiperiodischen Gliedern von verschiedener Schwingungsdauer.Auch kann hier wieder eine Art von Resonanz eintreten, in-dem ein grosser Bruchtheil von Energie an den zweiten Kreisübertragen wird.

In neuester Zeit sind bemerkenswerte Versuche 1 ) nacheiner ähnlichen Anordnung angestellt worden. Ein Conden-sator (Fig. 230) wird durch hochgespannten Wechselstromeines Transformators oder durch die Inductionsströme einesInductoriums ( T) geladen und entladet sich dann durch dieFunkenstrecke J' 1 , wobei der Entladungsstrom durch eineRolle von wenigen Windungen dicken Kupferdrahts (Sj) hin-durchgeht. Letztere induciren in einer Spirale von einergrösseren Windungszahl secundäre Ströme, welche beihinreichender Annäherung der Kugeln K x und einen

(P. 230 .)

Funken W 2

sich beide

geben können. Der Anordnung entsprechend lösenStröme in Schwingungen von kurzer Dauer auf.

Hauptbedingung tür das Gelingen der weiter zu beschreibenden Versuche istgute Isolation der Spiralen Nj und N 2 . Dieselben müssen sich deshalb in einemOelbad befinden. Vortheilhaft ist es ferner, gegen die Funkenstrecke einen£ Luftstrom zu richten.

Als besonders bemerkens-werthe Wirkungen wollen wirhervorheben:

a) Die Funkenstrecke F 2kann diejenige von F x erheb-lich übertreffen.

b) Die hochgespanntenWechselströme üben in Folgeihrer grossen Schwingungszahlverhältnissmässig geringe phy-

p 23l ^ siologische Wirkungen aus, so

dass eine Glühlampe durchden secundären Strom nach Durchgang durch den menschlichen Körper zumLeuchten gebracht werden kann.

) Elihn, Thomson, Elektrot. Zeitschr. 13, pag. 304 und 343. 1892. Nicola Tesla,Elektrot. Zeitschr. 14, pag. 455. 1893. C. Swinton, Phil. Mag. (5) 35, pag. 142; 36,pag. 30°. 1893. dARSONOAL, Compt. rend. 116, pag. 630. 1893.