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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
Entstehung
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518
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Technische Anwendungen der Induction.

gewisse Berühmtheit dadurch erlangten, dass sie in Frankfurt in Folge einerKraftübertragung von Lauffen am Neckar in Bewegung gesetzt wurden.

Wenn bei dem Teslamotor mit zwei Strömen von 90° Phasenunterschied

2ir/ 2 ic/

der eine dem Werth cosjr, der andere dem Werth smjr entspricht, so ist

T

für t = 0, der erste = 1, der zweite = 0, wenn dagegen t = gesetzt wird, so

ist jeder Strom Das Magnetfeld hat in diesem Fall nicht allein eine

Drehung von 45° erfahren, sondern ist jetzt auch stärker, wie zuvor. Das Magnet-feld ist nicht allein rotirend, sondern auch pulsirend, d. h. die Feldstärke durchläuftbei einer Drehung von 360° vier grösste und vier kleinste Werthe. Durch denletzten Umstand wird die Drehung eines Ankers nachtheilig beeinflusst. DurchVermehrung der Ankerwickelungen and dementsprechend der Anzahl der ein-geleiteten Wechselströme mit verschiedenen Phasen kann die Stärke des FeldesC gleichmässiger erhalten bleiben.

In der Praxis ist man bei sechs Wickelungenstehen geblieben, von denen je zwei gegenüber-liegende mit einander verbunden sind, so dassdrei Ströme von je 120° Phasenunterschied zurErzeugung des Drehfeldes erforderlich sind. Umderartige Ströme zu erhalten, wird ein Ringankermit drei Wickelungen versehen, deren Mittel-punkte um 120° von einander abstehen. Rotirtderselbe in dem Magnetfeld einer Dynamo-maschine an Stelle des gewöhnlichen Ankers,so kann man von den Enden der einzelnenWickelungen die oben bezeichnten drei Wechsel-ströme erhalten. Um dieselben zu dem Motorzu führen, wären allerdings drei Leitungen, alsoim Ganzen sechs Drähte, nöthig. Die Anzahlderselben lässt sich durch geeignete Verzwei-gung der Mehrphasenströme auf drei herunter-setzen. Dies kann nach zwei verschiedenen An-ordnungen geschehen, welche Dolivo-Dobro-wolsky als offene und als geschlosseneVerkettung der Mehrphasenströme be-zeichnet. Dieselben sind in den Fig. 299 und 300 dargestellt.

Es seien bei der zweiten Anordnung AB, BC, CA die Wickelungen desGenerators, DE, EF, FD diejenigen des Motors. In AB, BC, CA seien dieelektromotorischen Kräfte thätig:

2 ic t

i?! == E sm - j r ,

2 >

&

(P. 299.)

(P. 300.)

. ( 2tc/ 2ic\

E<i = E sm I y. ^ j

( 2ir/ 4ic\

E 3 = £ sm Iy, --g-1

Man hat zunächst zu beachten, dass für jeden Werth von t\

E j -P Ee^ -P E 3 = 0.

Ferner zeigen die Gesetze der Stromverzweigung, wenn man von Selbst-induction absehen darf, und wenn die Widerstände der correspondirenden