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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Technische Anwendungen der Induction.

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(P. 304.)

Fein, Neue Apparate für Unterrichts- und Laboratorienzwecke. Elektrotechn.Zeitschr. 13 , pag. 432 . 1892 . Hier ist eine Maschine beschrieben, welche alsGleichstrommaschine, Wechselstrommaschine und Dreiphasenstrommaschine dienenkann. Dieselbe kann auch benutzt werden, um Gleichstrom in Wechselstromoder Drehstrom zu transformiren.

Wie schon erwähnt, hat die Benutzung des Drehstroms bei Gelegenheit derelektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt a. M. 1891 eine erste Probe glänzendbestanden 1 2 ). Derselbe vermittelte eine Kraftübertragung von Lauffenam Neckar nach Frankfurt auf eine Entfernung von 175 km. DieTriebkraft in Lauffen wurde durch eine Turbine von 300 Pf.-K. ge-liefert, welche durch die Wasserkraft des Neckar in Bewegung gesetztwurde. Durch dieselbe wurde eine Drehstrommaschine in Betriebgesetzt. Dieselbe gab bei 150 Umdrehungen 1400 Ampere von50 Volt. Spannung. Die drei Ströme von je 120° Phasenunterschied gingenzuerst zu einem Transformator mit dem Transformationscoefficienten 1:160.Hierauf führten drei Drahtleitungen, bestehend aus Kupferdraht von 4 mm Durch-messer die Ströme nach Frankfurt.

Die gute Isolirung der langen Linie wurde durch Benutzungvon Oelisolatoren bewirkt. Die Fig. 304 und 305 geben eineAnsicht von denselben. Das Oel befindet sich in den kreis-förmigen Rinnen R. In Frankfurt wurde der hochgespannteStrom durch einen zweiten Transformator in starken niedriggespannten Strom umgesetzt.

Die eine Hälfte des Stromes diente dazu, 1000 Glühlampenzu speisen. Die andere Hälfte wurde zum Betriebe eines Dreh-strommotors verwandt, dessen Maximalleistung auf 100 Pf.-K. berechnet war.Durch denselben wurde eine Centrifugalpumpe in Bewegung gesetzt, welcheeinen Wasserfall von 10 m Höhe speiste.

Der Wirkungsgrad der Anlage betrug nach dem officiellen Bericht 75$.

(P. 305.)

M. Systeme der Stromvertheilung bei Elektricitäts werken.

In einer grösseren Anzahl von Städten sind bereits Centralen errichtet, vondenen aus den einzelnen Abnehmern Strom zum Zweck der Beleuchtung oderder Kraftübertragung zugeführt wird. Hierbei ist eine grössere Anzahl von Ver-theilungssystemen zur Anwendung gekommen, von denen wir eine kurze Ueber-sicht geben 3 ).

1) Eine Hauptstation. Stromvertheilung nach:

a) dem Zweileitersystem,

b) dem Mehrleitersystem,

c) dem Mehrleitersystem mit Ausgleichmaschinen,

d) dem Mehrleitersystem mit Ausgleichung durch Accumulatoren.

2) Mehrere Centralstationen.

3) Eine Hauptstation mit Secundärstationen.

4) Eine Hauptstation mit Transformatoren.

Die Frage, welches dieser Systeme zu bevorzugen ist und ob der Betriebmit Gleichstrom oder Wechselstrom vorzuziehen ist, kann noch als eine offenebetrachtet werden. Ihre Beantwortung wird sich durch die lokalen Verhältnissejeder Anlage ergeben.

*) Uppenborn, Elektrotechn. Zeitschr. 13, pag. 378, 388. 1892.

2 ) O. v. Miller, Elektrotechn. Zeitschr. 12, pag. 613. 1891.