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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Einleitung.

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werden, kommt dem Sommerscldafc der Pflanzen tvolil am näch-sten. Das Entziehen der, zur Erweckung thätiger Lebensäus-serungen nothwendigen Feuchtigkeit, führt ihn herbei, und dasWiedergeben derselben hebt ihn auf. Ein vollkommenes Ans-trocknen der Thierc lindet aber eben so wenig hierbei statt, wieein vollkommenes Vertrocknen der entlaubten Bäume und Sträu-eher in der dürren Jahreszeit der heissen Gegenden. Bei denVersuchen von Spallanzani') erwachten diejenigen Räderthiercwieder, welche mit Sand überschüttet eintrockneten, und diedesshalb wohl einige Feuchtigkeit bewahrt hatten, währendalle, welche frei lagen, starben. Rudolplii * 2 ) nennt die Nach-richten über das Erwachen vollkommen eingetrockneter ThiercMärchen und Ehrenberg 3 ) spricht sich, gestützt auf seine ge-nauen Beobachtungen, in ähnlichem Sinne aus. Einzelne, aufGlas getrocknete Räderthierc, erwachten selten nach 2 Stunden,nie nach Verlauf eines halben Tages, und die von Schultzc 3Jahre in Dachrinnensande (der trocken gelegen batte) aufbe-wahrten Räderthierc waren nicht ganz vertrocknet, sondern hat-ten sich wahrscheinlich seihst noch fortgepflanzt, da sich Eierneben den ausgcbildcten Thicren fanden.

Die Schnecken am Senegal sind , halb in der Erde ver-scharrt, während der trockenen Jahreszeit der Einwirkung derHitze nicht ganz entzogen. Sie sind ohne Zweifel im Standeeinen sehr hohen Grad von Hitze zu ertragen, wie dies auchhei unsern einheimischen Schnecken walirgenonuncn wird. Beiden Versuchen von Gaspard *) steckte Helix pomatia in einer

*) Vergl. Cuvier, das Tbierrcicli, Uebersetzt von Schinz. Stuttgartund Tübingen 8. 4tc Bd, 1825. S. 219.

2 ) C. A. Rudolphi, Grundriss der Pbisiologie. ltcr Bd, Berlin 1821.8. S. 285.

3 ) Isis a. a, 0.

*) Physiologische Untersuchungen über Helix pomatia. Froriejts Noti-zen Bd. HI, N. 22.