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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Vorkommen des Winterschlafes.

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Ancli Otto erklärt sieh {fegen den Winterschlaf des Bären.Er hielt einen Bären an einem dunklen Orte, dieser wurde ahernie schläfrig (somnolentus), wenn die Kälte nicht ühcr 13°bis 14°R. stieg, aber auch dann wurde er leicht erweckt under schien mehr schwach und verdrüsslich (dehilis et morosus)als schläfrig. Obgleich Prunellc den Winterschlaf des Bärenläugnet, so gieht er doch zu, dass der Bär, heim Eintritt desWinters mehrere Tage in LJnlhätigheit zubringt, ohne Nahrungzu sich zu nehmen, dass er in den Alpen im Januar nichtsichtbar ist, dass alle Jäger diese Zeit für die seines Winter-schlafes halten, dass er alsdann, aus seinem Lager aufgescheucht,schlecht läuft, was jedoeh Prunellc nicht von Betäubung, son-dern von Weichheit der Tatzen, au denen er gesogen hat,herleitet, und dass er im Februar in die Thäler steigt, umdurch reizende Nahrungsmittel seine, durch Fasten mehrererWochen, geschwächten Vcrdauungs - Organe zu stärken. Indieser letztem Beziehung stimmen die Angaben Prunellesüber die Bären der Schweiz mit den Angaben von Pallas ühcrdie Bären Kamtschatka^, und den ältesten Nachrichten vonAristoteles ühcr die Bären Griechenlands überein, und mankönnte desshalb immer noch zweifelhaft sein, oh nicht dochjene behauptete Ruhe, ein, wenn auch wenig vollständigerWinterschlaf sein möchte. In die Zeit des angeblichen Win-terschlafes des Bären fällt jedoch eine Lebensperiode, die mitden Erscheinungen des Winterschlafes sich nicht vereinigenlässt; es ist die Zeit der Trächtigkeit, des Gchärens und desSäugens. Die Dauer der Trächtigkeit der Bärinn wird allge-mein auf 6 Monate, aber die Zeit der Begattung verschiedenangenommen, von einigen wie von Cuvier ;m Juni, von ande-ren namentlich von Scliinz *) nach der allgemeinen Angabe derJäger der Schweiz, im October. Nach Sehreber 2 ) und Beeh-

Cuvier. Tliicrreieh übersetzt von Scliinz. Bd I. S, 194.Schreliers Säugeiliicre 3ter Theil, S, 507,