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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Dauer des Winterschlafes.

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durch Kalkdeekcl verschlossen lagen, ihre Häuser vom 10 his19. April in eiucr Lufttemperatur von +8 his 10° R.

Nach Gaspard lockt künstliche his zu 30° R. getriebene,mehrere Wochen anhaltende Wärme, die Schnecken nicht her-vor; in w armes Wasser von + 1220° gelhan, kommen sjc so-wohl im November als Januar und April hervor. Im Aprilolliirii sie nach Gaspard schon hei -j- 10° ihre Schalen. Glei-che Einwirkung zeigt der Regen hei gleicher Temperatur, sowie leuchte Athmosphäre. Versehlossne Schnecken, welcheer mit Sand in trockne Routcillcn brachte, versiegelte undim März 1821 in einen Keller stellte, krochen nichts destoweniger im April und Mai aus, und nur eine erst am 1. Juni.

Am 19. September 1844 fand ich einige Thiere von Arionempiricorum, und in grosser Anzahl im Freien, Ilelix horten-»is, Hel. fruticum, Hel. arbustorum, Hel. bispida, Suceinca pu-tris und Clausilia perversa. Alle diese Thiere traf ich am 1.Oetober wieder mit Ausnahme von Arion, von dem ich keins* mehr fand. Limnacus stagualis und Planorbis .corneus fandich am 18. April 1844 im Freien, im Wasser munter uniher-scliwimmcnd. Am 7 . April 1845 waren alle Exemplare vonLimnacus stagualis und Limnacus pereger Planorbis corneus undPlanor. marginalis, die bei mir überwintert halten, vollkommenwachend und uiiiherschwimincnd im Wasser, dessen Tempera-tur + 6° R. betrug-. Von den im Wasser lebenden Schneckenverbergen sich die Palmlilien früher, als die Planorbcn undLininaeeii. Am 6. Oetober traf ich keine Paludiiia viviparamehr an den Stellen, an welchen sic sonst in sehr grosserZahl sich aufhielten. Limnacus stagualis und pereger, Pla-norbis corneus und besonders Plan, marginalis dagegen be-wegten sieh noch in sehr grosser Zahl und sehr lebhaft. Am13. Oetober traf ich von Planorbis corneus nur noch wenigeExemplare in Bewegung, die grosseren Exemplare von Limit, sta-gualis waren entweder verschwunden, oder lagen unbeweglich