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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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68
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Zweites Capitel.

am Gmnde der Gewässer, dagegen die kleinem Thiere vondiesem, und die Thiere mittlerer Grösse vom vorigen Jahre,noch sehr zahlreich umherschwammen.

Obgleich die Amphibien gegen Kälte im hohen Grade empfind-lich sind, tritt der Winterschlaf hei ihnen im Allgemeinen|dochspät ein, wird leicht unterbrochen, und hört früh auf. Rudolph!erhielt den Proteus, Tritoncn, Frösche und Kröten leicht denWinter über munter. Am 23. des Christmonats sah Denso ') ei-nen Frosch in einer Rinne, die stellenweise mit Eis bedeckt war,umher schwimmen. Gleditscli 2 ) brachte zu Ende Januars 2Frösche die er künstlich erweckt, zur Paarung, andere hin-derte er durch künstliche Wärme vor dem Einschlafen, diesich auch paarten und starben. Auch im Freien sah er [hinund wieder Frösche und Kröten m Decembcr, Januar undFebruar auf dem Wasser schwimmen, deren Eierstöcke wiezur Laichzeit aufgelrieben waren, von denen er aber vielenach 8 14 Tagen lodt fand. In der Regel zerstreuen siehdie Frösche gegen die Mitte Octobers, und kommen zuletzt *nur noch in den Mittagsstunden und an warmen Orten zusam-men. Im November werden nur noch einzelne Frösche gefun-den. Am 21. März 1841 traf ich Rana temporaria häutig imFreien bei Masselwitz auf einem Damme, theils einzeln mit,durch die stark entwickelten Ovarien angcschwollenem Leihe,theils in der Begattung, am 28. desselben Monats bereitsFroschlaich. Im Jahre 1844, in dem die Kälte fast bis zu En-de des März dauerte, fand ich den ersten Gras-Frosch (Rana-temporia) am 21 . April im Wasser. Nach Folliergill) beziehendie Kröten zur Zeit wenn die Schwalben uns verlassen, dieWinterquartiere j Fothcrgill traf sie im Frühling 2 mal, als

Monatliche Beiträge zur Naturkunde 1752. 3tes Stück. S. 207-

a. a, O. S. 261.

3 ) Willi. Kotherg 11. Zur Naturgeschichte der Kröten. Kroriep's Nuti-' zeit IM. 8. 1824. S. 20«, 214-1