Besondere Wohnungen der Winterschläfer, 101
Zufall herab, so bilden sie oft einen häutigen oder selbst kal-kigtcn Deckel ] ).
Berger nahm 'am 8. Januar 1825 den Deckel von 8 Ge-häusen, der iin Winterschlaf befindlichen Weinbergsschnek-fcen. Alle verschlossen sich nur mit einein häutigen Deckel,und wurden am 23. und 25. April lebendig gefunden.
Unter 62 Thieren die durch den Kalkdeckel verschlossenlagen, und am 24. December 1842 von mir untersucht wurden,fand ich die äusserste, dem Rande der Ocflfflkmg zunächst lie-gende, von Gasparil beschriebene seidenartige dünne Haut ru-dimentär noch hei 20 Individuen. Sic hat ein glasartig glän-zendes Ansehn, liegt der Spindel zunächst, und überhauptgrösstentheils, unmittelbar auf der äussern Fläche des Kalhdek-kels, entfernt sich weiter hin jedoch mehr vorn Kalkdeckel,und ist am Rande der, der Spindel entgegengesetzten Seiteder Schalen-Oeffnung, nach Verschiedenheit der Entfernungdes Kalkdeckels von der Oeffnung l'/i bis 3 Linien von die-sem entfernt. Die Dünnheit dieser Haut ist Schuld, dass sie,bei den aus ihrem Lager genommenen und zum Verkauf ge-brachten Tliieren, ganz oder grösstentheils zerstört wird. DerKalkdeekel selbst, der auf die genannte Haut folgt, zeigt un-ter dem Mikroskop betrachtet, als kleinste Partickeln rundeKörperchen, von der Grösse der kleinen runden Schleimkör-perchen des Mantelsauins und Fusscs, deren Wände wahrschein-lich bei der Bildung des Kalkdeckels mit Kalk inkrustirt wer-den und erstarren. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dassauch die Niere Materie milliefert zur Bildung des Deckels.Wie schon Spallanzani angiebt, besteht der Kalkdeekel aus
Am letzten .Juni 1845 hatte eine meiner Weinbergsschnecken, die ichim Freien unter einem eisernen Gitter hielt, ihr Haus durch einenvollkommen weissen doch nicht sehr dicken Kalkdeckel verschlossen,dffnetc es jedoch schon wieder am folgenden Tage,