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Fünftes Capitel.
ganzen Winter ohne Kalkdeckel zugebrackt hatte } im April1843 ebenfalls nur 2 häutige Deckel. Hiernach bestättigt sichzwar die Angabe Gaspards, dass die grössere Deckelzahl amEnde des Winters vorkommt, obgleich es doch als Ausnahmeerscheint, wenn überhaupt mehr als 3 häutige Deckel gebil-det werden.
An der Spindelseite liegen die häutigen Deckel einanderstets näher, sind hier oft zur Hälfte untereinander verklebt.Sie haben in der Regel ein zartes gleichförmiges seidenartigesAnsebn, spielen aber im Sonnenschein zuweilen in verschiede-nen Farben, rotli, blau und grün punklirt erscheinend. Mehr-mals habe ich sie mit kleinen weissen Kalkpunkten wie be-säet, in einigen andern Fällen mehr gleiehmässig ausgebreitetcKalkmassen enthaltend gefunden. Regelmässig enthalten sieder Respirationsöffnung gegenüber, den schon hei dem häuti-gen Ueberzuge der innern Fläche des Kalkdeckcls erwähntenweissen Kalkfleck der in konzentrirter Salpetersäure unterEntwickelung kleiner Luftbläschen langsam (ungefähr in 10Minuten) sich auflöst. Wie Gaspard habe ich diesen Kalk-fleck auch im Sommer stets bei den Thieren gcselin, wenn sicsich dureh einen häutigen Deckel verschlossen. Ich habe vieleThiere dieser Art im Sommer in grosscu Schalen auf bewahrt,die ich mit breiten Glasdcekeln zudeckte. Die Thiere wander-ten oft an der innern Fläche desselben umher, und hingen sichhier auf, bald mit ganz ausgebreitetem Fuss, bald mehr oderweniger in die Schale zurückgezogen, zuweilen nur in einerStrecke von ein paar Linien mit der untern Eläche des hin-tersten Endes des Fnsses am Glase befestigt. Oft umbautensie alsdann die nächste Umgebung des Thcils des Fusses, andem sie hingen, vom Glase bis zum Rande der Schale, miteinem dünnen häutigen Ueberzuge, der schnell gebildet ist,aus getrocknetem Schleim besteht, und an der, der Rcspira-tions-Oeffnung entgegengesetzten Seite, gewöhnlich den Kalk-