Einfluss der Temperatur auf die Winterschläfer.
175
3. Juni wurde derselbe Versuch mit demselben Erfolge wie-derholt ').
Berger * 2 ) hielt zwei Murmelthiere, die im Novbr. undDecbr., in denen der Thermometer dreimal auf 0°, dreimalunter 0°, (am 5. Dcebr. auf — 2°R.) fiel, nicht in den Win-terschlaf versanken. Zu ihnen kam im Januar ein drittes.Alle Drei blieben auch in diesem Monate, in welchem derThermometer hei Sonnen-Aufgang 25mal unter 0 fiel, vomWintcrschlafe frei. Iin Monat Februar und März fielen dieTliierc in verschiedenen Zwischenräumen in den Winterschlaf,der jedoch nie mehrere Tage hintereinander anhiclt. Im wa-chenden Zustande war die Temperatur im Oesophagus undIntestinum rectum sich gleich, variirtc zwischen +30 2 / 3 ° und+28‘ , /9 °R- s am 17. Februar und am 17. März bei 0° und bei+6 2 / 3 0 R. Im Zustande des Winterschlafes am 10. Fehr. undam 7. März in einer Lufttemperatur von — 0V 9 ° und +9°R.variirtc die Lebenswärine im Oesophagus zwischen +8 2 / 3 und+17 3 / 9 °R., im Intestinum rectum zwischen 7 5 / 9 und 17 5 / 9 °R.
Pallas 3 ) fand bei sehr lebhaften im März noch in kühlerWitterung ausgegrabenen Hamstern (Cricetus vulgaris) eineLehenswärme von +307 4 o und -f-31V 2 °R., bei anderen iin Win-ter an kalten Orten aufbewahrten -f26 6 / 9 ° und +26 2 / 9 °R., ichselbst fand am 12. April 1844 in einer Lufttemperatur von+ 13'/ 2 0 die Lebenswärine eines Hamsters in der regio epiga«strica +28 3 /, 0 , die eines zweiten +28° R. betragend. Bei ei-nem am 22. März 1844 ersäuften Hamster, der ungefähr %Stunde unter Wasser gelegen haben moehte, betrug in einer
! ) Die Angabe von Fr. Arnold (Lehrbuch der Physiologie des Menschen.Zürich 1836. 8. S. 368 ) dass Marmotten hei — 8° bis — 10°IL, Jgetund Fledermäuse hei — 5° bis — 6° in den Winterschlaf verfallen*ist durchaus ungegriindet.
2 ) a. a. 0.
3 ) Novae specics P, 86.