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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Achtes Capitel.

Lufttemperatur von +ll s / 4 ° die Wärme des vor dem Messenmöglichst getrockneten, aber doch noch sehr feuchten Thieres* *an dem Nabel +14Y* 0 , 10 Minuten später +13 , / 4 °R. Dabeizeigten sich noch leichte Zuckungen an den Zehen des linkenVorderfusses und der Pectoral-Muskeln. Die Wärme sankallmählig, so dass nach dem Verlauf vou noch 2 Stunden inder nun +10'/ 4 °IL betragenden Lufttemperatur die Tempera-tur des Thieres auf dem Nabel +9'/ 4 ° betrug. Bei einemmeiner jungen, im Winterschlafe sich befindenden Ham-ster betrug am 15. Fcbr. 1845 in einer Lufttemperatur von 1°R. die Lebenswärine des Thieres in der regio epigastri-ca +4°R. Nachdem das Thier ersäuft worden und 24 Stundengelegen hatte, in einer Lufttemperatur von +7°R. im rechtenVorhofe des Herzens +5°R. Am 19. Fehr. 1845 betrug beieinem jungen Hamster in einer Lufttemperatur von + 1 , / 4 0 R.die Lebenswärine in der regio epigastrica +5%°, bei eineinalten im weniger vollständigem Winterschlafe sich befinden-dem Thiere in der regio epigastrica und dein Mastdarme +13°R.

Spallanzani) fand bei der Waldmaus (Mus sylvaticus)in einer Lufttemperatur von +7 3 / 4 ° die Temperatur des Thie-res an äusseren Theilen ebenfalls +7 3 / 4 ° betragend.

Mus betulinus wird nach Pallas 2 ) hei +12 , / 2 °R. torpid.

Es ergiebt sich aus diesen Beobachtungen:

1) Dass die Temperatur der wachenden Winterschläferunter den Säugethicren der Temperatur der übrigen Säuge-thiere nicht nachsteht. Sie sind nicht kaltblütige Thiere, wieBuifon behauptet, sondern im wachenden Zustande warmblü-tig, wie Spallanzani bereits nachgewiesen hat, so gut wie dieübrigen Säugethicre$ ja es kommen unter ihnen grade die Thie-rc vor, bei denen unter den Säugethieren die höchsten Wär-

S, Reeve a. a. 0. y, 16.

*) a. a. 0. S, 332.