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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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177
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Einfluss der Temperatur auf die Winierscliläfer.

megrade beobachtet worden sind, nämlich Yespertilio pipistrcl-lus (+32 8 / 9 e IL) «nd Vesper, noctnla (+33 1 / 3 0 H).

2) Während des Winterschlafes sinkt die Lebenswärmeder Thiere, und die Winterschläfer unter den Säugethicrensind während dieser Zeit in der That kaltblütig. Die Tempe-ratur dieser Thiere übertrifft während des Winterschlafes we-nig die Lufttemperatur oder erscheint selbst etwas niedriger.Sie variirt zwischen -|-17 0 als summum und 0°R. als ntiniinum.

3) Die LehcnSwärme hält mit dein Grade des Winterschla-fes gleichen Schritt, sie steigt bei den niederen und sinkt beiden höheren Graden desselben.

4) Wenn auch die Lebenswärme während des Winterschla-fes in einzelnen Fällen auf 0° ohne Naclithcil für das Lebensinken kann, bei strengem Winter und bei Thieren, die sichnicht tief verborgen haben, so kann man diess doch nicht alsdie Hegel selbst für die Höhe des Winterschlafes anschen, dadie mehrsten Thiere in ihrem Winterlager so geschützt lie-gen, dass sie gegen strenge Kälte gesichert sind und ihre Le-benswärme sich mehrere Grade über dein Gefrierpunkte hält.

5) Bei längere Zeit dauernder strenger Kälte erwachendie Thiere aus dem Winterschlafe, bleiben bei geringerenKälte-Graden wachend, oder erstarren hei höheren, ohne inden Zustand des Winterschlafes zu Verfallen $ ihre Lebens-Wärme sinkt an einzelnen Theilen oder überhaupt unter 0°,sie erstarren vor Kälte Und gefrieren an einzelnen Stellen oderganz und sterben. Das Gefrieren ist in keiner Thierklasse einAttribut des Winterschlafes. Mangili unterschied desshalb«schon den Winterschlaf (Lethargie conservatrice) von der Er-starrung vor Kälte, die in höherein Grade zum Tode führt,und die er Lethargie mortellc nannte.

6) Obgleich alle diese Thiere gegen Kälte in höheremGrade empfindlich sind, so kommen doch in Beziehung auf

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