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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Neuntes Capitel,

namentlich, wenn dieser zur Bildung' häutiger Deckel vcrwen-det wird, in denen sich Punkte eingetrockneten Blutes linden.

Bei Tliieren, die dem Erstehen aus dein Winterschlafe na-he, aber noch durch ihre Kalkdeckel verschlossen waren, fandich das Blut mit Schleim gemischt auch vor dem noch zurScheibe ausgebreiteten Mantelsaume. Dagegen zweifle ich,dass Planorhen im normalen Zustande überhaupt Blut entlee-ren. Ich habe Planorbis corneus und Planorbis inargiualis ingrosser Anzahl, in sehr verschiedenen Grössen länger als 1Jahr in weissen Schalen gehalten, in denen ich die Verände-rung des Wassers stets mit Leichtigkeit übersehen konnte.Aber nie habe ich das Wasser sich röthen sehen, wenn ichdie Tliicre nicht durch Beize zum tieferen Zurückziehen inihre Schale zwang.

Während des Winterschlafes dauert die Blut-Seeretion inden Lungen hei diesen Tliieren fort.

Am 16. Novbr. 1844 nahm ich einen grossen Planorbiscorneus aus dem Wasser. Er lag zurückgezogen einige Li-nien weit hinter der Oelfnung seines Hauses, ohne dies durcheinen Deekel verschlossen zu haben. Nur nach lange wieder-holtem Reizen w r ar das Thier zu bewegen, sieh lief in seinHaus zurückzuziehen, entleerte nun aber reichlich schönes,hellrotlies Blut. Am 17. Novbr. wiederholte ich den Versuchmit demselben Erfolge bei zwei andern Tliieren.

Am 22. Deebr. 1844 nahm ich 4 grosse Thiere derselben,Art aus dem Wasser, auf dessen Oberfläche eine ziemlich dil;-hc Eisdecke lag'. Sie waren sämmtlich durch häutige Deckelverschlossen. Ich nahm den vorderen Tlieil der Schale bisan die Thiere fort, die in der gewöhnlichen Lage des Winter-schlafes sich befanden. Nach langem Reizen zog'en sich dieThiere allmälig zurück. 3 von ihnen entleerten hellrotlies,das 4te dunkelrollies Blut in reichlicher Quantität. Drei gros-se Thiere, die ich nach dein Erwachen aus dem Winterschlafe