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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Respiration der Wintcrschläfcr.

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am 7. April 1845 untersuchte, entleerten reichlich heim Zu-rüchziehen auf Reize Blut.

Bei einem alten grossen Exemplare von Helix poinatia,welches tlie Nacht über vom 25. his 26. Deceinher 1844 ain offe-nen Fenster in einer Kalte von mindestens5°R. gelegen hatte,ohne gefroren zu sein, flössen aus dem am 26. Deehr. nachEntfernung der Schale eingeschnittenen Lungensache sogleich50 Gran blaues aber mit Schleim gemischtes Blut ah. Beieinem andern, an demselben Tage untersuchten Thicre, flossaus dem eingeschnittenen Lungensache etwas graulichtes Blutah, welches dem Blute der im Sommer erhranhten uud ver-storbenen Thicre ähnlich war.

Bei einem am 27. Deehr. untersuchten Thicre floss ausdem Lungcnsachc nur w'cnig aller blaues gesundes Blus aus.

' Am 28. Deehr. nahm ich einem Thicre den Kalhilcehel undalle häutigen Dechel fort. Das Thier lag mit ausgcbrciteteinMantelsauine und geschlossener Oeffnung des Lungensaehes.Ich führte in letztere eine Piuccttc, worauf sogleich in unun-terbrochenem Strome 20 Gran bläuliches Blut in weniger alseiner Minute abflossen, welches aller mit Schleim gemischtwar, und unter dein Microscop reichlich ovale Schlcimzcllenzeigte, die sieh lebhaft bewegten. In der Mitte bildete sichbald Gerinnsel von Schleim.

Ein 2tes Thier, welches ich am 29. Deehr. auf dieselbeWeise wie das vorige öffnete, entleerte 30 Gran ebenfalls mitSchleim gemischtes Blut.

Ein 3tes aber hlcincres Tbier an demselben Tage auf die-selbe Weise untersucht, entleerte 28 Gran ebenfalls mit Schleimgemischtes Blut aus dem Lungcnsachc.

Am 31. D eebr. entleerte ein 4tes auf dieselbe Weise be-handeltes Thier 20 Gran.

Einem 5ten und 6tcn Thicre nahm ich nur die Dechelund die vorderen Thcile des Hauses bis 'au den Manlelsauin