Respiration der Winterscliläfer.
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Lungen geöffnet hatte, flössen sogleich 13 Gran schönes bläu-liches mit Schleim gemischtes Blut aus, in dem die rundenzusammengesetzten Kugeln, die längstovalen Zellen reichlichvorhanden waren, und in dein sich bald aus dein an der Luftsich verdichtenden Schleime Gerinnsel bildete.
Sieben Thierc, die ich am 7. April 18-14, als sie dein Er-wachen aus dem Winterschlafe nahe waren, öffnete, indem ichihren Kalfcdechel und die häutigen Dechel entfernte, entleer-ten aus der Oeffnung der Lungen bläuliches Blut, welchessich mit dein Schleime des Mantelsaunies und des Fusses als-bald vermischte.
Aus diesen Beobachtungen ergiebt sich:
1) Dass die Blut-Secretion in den Lungen zu allen Zeiten,beim Beginn des Winterschlafes, während desselben und amEnde desselben Statt findet.
2) Da ss aber die gewaltsame Entleerung des in den Lun-gen während des Winterschlafes secernirtcn Blutes die Se-cretion entweder aufheht oder beschränkt, da beim ltcn, 2tcnund 3ten Thiere, wenigstens später bei dem wiederholten Ver-such kein Blut und hei dein 4teu nur wenig Blut entleertwurde.
3) D ass die gewaltsam erzwungene Entleerung überhauptin der Regel die Dcchelbildung und den Winterschlaf stört.Die beiden Thiere, denen nur die Deekel fortgenommen wur-den, ohne dass sie zu Entleerungen gezwungen wurden, ver-schlossen sieh sofort wieder durch häutige Deckel, und setz-ten ruhig ihren Winterschlaf fort, von den 4 zuin Blutspeiengezwungenen Thieren geschah dies nur bei dem lten; bei denandern dreien war der Winterschlaf in seinem weitern Ver-laufe unterbrochen. —
Ich war begierig zu erfahren, ob die Blut-Secretion auchbei den durch Kiemen athmenden rückgratslosen Thieren statt-finde. Früher hatte ich bemerkt, dass, wenn man Krebse (As-