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Respiration der Winterschläfer.
Ol» bei den höheren Wirbelthiercn, den Vögeln und Säu-getliicren, deren Lungenzellen so klein und überall von Blut-Gelassen umsponnen sind, noch wenn auch nur unvollständigeBlnt-Sccretion stattfindet, ist direct durch die Beobachtungnicht zu erweisen, da der flüssige Inhalt der Lungenbläschen,auch wenn ein solcher vorhanden wäre, nie mit Sicherheit rein,(d. h. ohne Beimischung des heim Einschneiden aus den Blut-gefässen kommenden Blutes) erhalten werden kann. Bei denTliieren mit weiteren Lungensäcken ist dies anders. Esscheint aber hier keine Blut-Sccretion mehr stattzufinden oderhöchstens nur noch angedcutet zu sein.
Bei Fröschen (Kana esculenta) habe ich wiederholt (imSommer 1844) die von der Luft ansgedehnten Lungensäekcmit aller Vorsicht so geöflhet, dass ich sicher w ar, dass keinBlut ins Innere aus den durchschnittenen Gefässen gelangtsein konnte. Mehrmals enthielten die Lungensäekc ausser derLuft nichts, waren an ihrer innern Fläche kaum feucht; inandern Fällen enthielten sie etwas Schaum, in den» sich heimEintrocknen die gewöhnlichen Krystallformen des Blutes nichtbildeten, und der überhaupt zu gering war, um von irgendciuer wesentlichen physiologischen Bedeutung zu sein. —
Vielleicht haben die Labyrinthe am Pharynx bei Ophice-phalus und Anabas ausser der Bestimmung, Wasser aufzunch-men, damit die Thierc bei ihrem Aufenthalte in der Luft dieKiemen anfcuchtcn können, noch eine andere, die sich aufBlut-Sccretion bezieht.
Ersäufiingsversuehe, die ich bei den Schnecken anstell-te, nachdem sie durch den Kalkdeckel nicht mehr verschlos-sen waren, gaben sehr verschiedene Resultate. Zu AnfangAprils 1839 entfernte ich von einem noch verschlossenen Tliie-re den Kalkdcckcl; es lag mit ganz eingezogenem Fusse, zurvollständigen Scheibe ausgebreiteteu Mantelsaume und geschlos-sener Oefliiung des Lungeusackcs. Als ich es in laues Was-