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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Neuntes Capitel.

ser legte, sticss cs einige Luftblasen aus der Ordnung desLungensackcs, blieb aber sonst unbeweglich 2 Stunden liegen.Ich legte das Tbier sodann in eine trockne Schale. Schonnach s /t Stunden war es fast his zur Oeflnung der Schale vor-gerückt ; 4 Stunden später war es ganz kervorgekonunen, öff-nete und schloss abwechselnd das Luftloch, zog, als ich denFuss reizte, diesen ein und exspirirte dabei wie gewöhnlichmit Geräusch schaumige Blasen. Ich brachte das Thier nunvon neuem unter Wasser und liess cs 24 Stunden darunterliegen. Es lag dann mit Kopf und Fuss, die vom resorbirtenWasser ungeheuer aufgeschwollen waren, ausserhalb der Scha-le und war todt.

Ein anderes wachendes Thier, welches ich hierauf eben-falls 24 -Stunden unter Wasser brachte, war nach Verlauf die-ser Zeit nicht so sehr aufgeschwollcn, als das vorige, und lebte.

Am 12. April 1843 legte ich 8 Thicre, die seit dem 9.ihre Kalkdeekel geöffnet hatten und völlig erwacht waren, inWasser. Nach Verlauf von 4 Tagen bewegte sieh keines mehr.Sie hatten viel Schleim entleert, lagen alle mit dem Fnssc aus-serhalb der Schale, verhielten sieh aber sonst sehr verschieden.

a) Zwei Thiere schienen gar kein Wasser resorhirt zuhaben, die vorliegenden Tlieilc waren durchaus nicht vomWasser ausgedehnt.

b) Bei dreien waren der Kopf, Leib, Mantelsaum undFuss wenig vom resorbirten Wasser ausgedehnt.

c) Bei zweien war der Kopf, Leib und Fuss vom resor-birten Wasser stark ausgedehnt, der Mantclsaum dagegen,von gewöhnlichem Umfange, lag hei dem einen am Bande derSehalenölfnung, heim andern etwas ausserhalb derselben; dieHaut des Kopfes und des Leibes bildete eine mit Wasser ge-füllte weite Blase.

d) Das letzte Thier hatte die grösste Quantität Wasserresorhirt, Kopf, Leib, Fuss und Mantelsaum waren alle aufs