Respiration der Winterschläfer.
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sen ganz * *). Sie sollen nach Spallanzani 2 ) schon aufgehobenwerden hei +10 bis +6'/., 0 R. Aber nach ihm bringt die Wär-me der Hand, die leiseste Berührung nach Marshall Hall be-reits Respirations-Bewegungen hei ihnen hervor. Bei einemIgel, den Mangili *) von Anfang Aprils bis zuin 10. Mai imWinlerschlafe aufbewaltrtc, beobachtete er in einer atmosphä-rischen Temperatur von +9 bis 10°R. dass das Athmcn perio-disch vollkommen aufgehoben war. Nach 15 Minuten absolu-ter Ruhe traten 35 schwache Respirations-Bewegungen ein.Als die Temperatur zu Anfang Mais auf +13°R. stieg, tratenvon 8 zu 8 Minuten 6 — 7 Respirations-Bewegungen ein.Künstlich vermehrte Kälte verlängerte wieder die Zwischen-räume zwischen den Respirations-Bewegungen, machte dieseaber selbst wieder häufiger, indem sic bis zu 18 und 20 Zu-nahmen. In eine künstliche Kälte von — 10°R. am 21. Junigebracht, wurden die Respirations-Bewegungen bald frequen-ter und beschwerlicher, verminderten sich allmälig nach einerStunde, und hörten naeli l'/a Stunde ganz auf.
Nach M. Hall’s Beobachtungen ist die Respiration beimIgel im wahren Winterschlafe ganz unterbrochen. Es sindkeine Bewegungen wahrnehmbar. Aber die leiseste Berüh-rung, die blosse Erschütterung des Fussbodeus durch Gehenauf demselben, ruft sic hervor. Es erfolgen alsdann tiefe so-nore In- und Exspirationen, an denen man den w r ahren Win-terschlaf zu erkennen im Stande ist. Nachdem die tiefen In-spirationen stattgefunden, vermindert sich allmälig die Zahl derInspirationen, sie w r crden schwächer und endlich tritt wiedervollkommene Ruhe ein.
M. Hall glaubt (loch, obgleich Bewegungen des Thorax und Epiga-striums ganz fehlten, eine leichte Bewegung der Seiten hei günstigemLichte gesehen 7-u haben, und schlicsst daher auf geringes diaphrag-inatisclies Athmcn. a. a. O. S, 340.
*) S. Hceve a. a. 0. S. 22.
5 ) a. a. O. §. 1.