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Neuntes Capitel.
Diese verschiedenen Zustände finden darin ihre Erklärung',dass die Kröten wahrscheinlich alle mit ausgedehnten Lungensich vergraben, in der Erde allmälig mehr und mehr exspiri-ren, his endlich die Lungcnsäckc entleert sind. Es geht aberauch aus diesen Beobachtungen hervor, dass die Thiere, be-vor die Exspiration geschehen ist, in den Winterschlaf ver-fallen und mit ausgedehnten Lungensäcken darin verharrenkönnen.
Aus der Klasse der Säugcthicre sind genauere Beobach-tungen über die Respiration während des Winterschlafes anFledermäusen, am Igel, am Haselschläfer, Siebenschläfer undan der Marmottc angcstellt.
Mangili *) beobachtete im Febr. bei Vespcrtilio noctulaund V. ferrum cquinuin an Thicrcn, die in der Grotte vonEntrattico in einer Temperatur von -f9°R. im Winterschlafsich befanden, langsame und seltene Respirations-Bewegungen,die in Zwischenräumen von 2, 3, bis 4 Minuten erfolgten.Als er sie im Freien, wo der Thermometer auf 0° sank, aufSchnee legte, wurden die Respirationsbewegungen bald raschund nach */j — 1 Stunde erwachten die Thiere und entflohenin die Grotte. Mehrere nahm er mit nach Hause und setztesie hei — 1°R. um 10 '/ 2 Uhr morgens unter eine Glasglocke.Plötzlich wurden die Respirations-Bewegungen beschwerlich,waren um 1 Uhr noch sehr stark und frequent, wurden vonnun an allmälig schwächer, waren uni 5'/j Uhr kaum noch be-merkbar, und hörten um 6 Uhr ganz auf. Belebungs-Versu-che blieben ohne Erfolg.
Nach den übereinstimmenden Angaben von Spallanzani,Reeve, Saissv, Marshall Hall ruhen während des tiefen Win-terschlafes die Respirations-Bewegungen bei den Fledermäu-
J ) Mangili a, a, 0. Tom, X. §„ 2.