218 Neunte« Capitel.
vollkommenem Winterseblafe befand, so dass cs todt zn seinschien, gab inecbanisch gereizt, unzweideutige Zeichen derRespiration zu erkennen. In Zeit ton 4 Minuten wiederhol-ten sieb alsdann die Respirations-Bewegungen, aber sehr lang-sam. Am 10. Januar befand sieb das Thier bei einer Lufttem-peratur von -J-5°R. in Lethargie. Auch jetzt bemerkte Man-gili Respirations-Bewegungen, aber seltner als bei 1°R. umlin ungleichen Intervallen und Serien. Am 14. waren die In-tervalle verlängert, die Serien der Respirationen minder zahl-reich. Am 5. April bei -flO°R. Lufttemperatur athmctc da»Thier 47mal in 34 3Iinuten in Intervallen von 4 — 8 Minu-ten, so dass auf jede Serie 7 — 8 Respirations-Bewegungenkamen. Eines Tages bei -fll°R. Lufttemperatur athmctc es3ümal in 32 Minuten, in Intervallen von 3—4 Minuten. Einandermal in einer Lufttemperatur von -J-5“R. bestanden dieSerien aus 6 — 7 Bewegungen und traten in Intervallen von7 — 10 Minuten ein. So oft das Thier dem Sonnenscheinausgesetzt wurde, geschahen die Respirationen ununterbrochenund regelmässig, wie im gewöhnliehen Schlafe. Das Thiererwachte alsdann bald und frass, rollte sich wieder zusammen,athmete ’/i Stunde ununterbrochen 25 bis 30inal in der Minu-te, dann nur noch 10 bis 11 mal. Es entstanden Intervalle, dieallmälig Zunahmen. Nach einer Stunde stellten sieh in Inter-vallen von 2 zu 3 Minuten, Serien von 5 bis 6 Respirations-Bewegungen ein. Am 9. April bei einer künstlichen Kältevon — 2°R. entstanden bei dem noch vorher bei +4°R. in Le-thargie befindlichen Thiere 32 Respirationen ohne Unterbre-chung und ohne Beschwerde wie in einem gewöhnlichem Schlaf.Nach Verlauf von 2 Stunden wurden bei 0°R. die Respiratio-nen langsamer, es traten Serien von 26 Respirations-Bewegun-gen mit Intervallen von 1 Minute Ruhe ein. Bei Erhöhungder Temperatur wurden die Intervalle grösser und die Zahlder Bewegungen vermindert. Im Sonnenschein, und im Win-