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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Respiration der Winterscliläfer,

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de wurden die Respirationen frequenter und beschwerlicher.Im Mai und Juni verfiel ein Thier alle Morgen in Lethargiebei einer Lufttemperatur von mindestens -fl5°R. ln diesemZustande atlnnete es 3 bis 4mal nach Intervallen von 1 Minute.Berger sab bei einer kleinen Haselmaus, die er vom 1. Januarbis zum 3. März während des Winterschlafes beobachtete,sehr schwache Rcspiratious-Bewegungen, die unregelmässigund in langen Intervallen cintratcn, gegen Ende des Winter-schlafes aber und wenn inan es in die Hand nahm lebhafterwurden * *).

Myoxus nitcla atlnnct nach Prunelle 1 ) iin Winterschlaf«ungleich, 8 bis 12inal in der Minute.

Nach Sulzcr*) sieht man beim Hamster während des Win-terschlafes auch kein Zeichen von Athemzuge. Ich habe dengänzlichen Mangel der Athmungsbcwegungen nur einmal beidem zuerst von mir aufbewahrlca Hamster beobachtet, als ersieb in dem vollkommensten Winterschlafe befand. Bei ei-nem jungen Hamster, der bei -j-4°R. Lebenswärmc am 15. Febr.1845 im Winterschlafe sich befand, fanden 8 Inspirations-Be-wegungen in der Minute statt. Der Zwillingsbruder zeigteam 19. Febr. im Winterschlafe bei -f5/ 2 0 R. Lebenswärme 12Inspirationen und ein alter bei +13° Lebenswärme 32 Inspi-rationen.

Mangili) beobachtete zwei kleine Marmotten, die er imDecbr. erhalten hatte, während des Winterschlafes. Die Sei-ten hoben sieh zuweilen, obwohl langsam und selten. Beiden kleinsten Thieren sah er Respirations-Bewegungen, diesich in Zwischenräumen von 4 bis 4'/, Minuten wiederholten,und 14 in einer Stunde betrugen, während sie im wachenden

*) a. a. 0. S. 213.

*) S. Gilbert a. a 0, Jld. 40. S. 1. 4.

*) a. a. 0. S. 168.

4 ) Aimales du museuin d hisloire ualiir, T. IX*

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