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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Respiration der Wintersehläfer.

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der Zungcnwurzel mit dem Finger, mit Geräusch los. Esverdeckt diese Klappe zum Theil den Eingang in den Kehl-kopf, wie ich dies an einem anderen Orte angegeben ha-ke '), der aber hei Einwirkung äusserer Reize, welche Respi-rations-Bcwegung-en erwecken und zugleich stärkere Krüm-mung des Kopfes und stärkeres Zusamincnkiigcln des Thicreszur Folge haben, frei wird, ohne dass dadurch die Verkle-bung der Epiglottis mit dem weichen Gaumen aufgehobenwird. Von diesem eigcntlniinlichen Verhalten des weichenGaumens zum Kehldeckel hängt das Schnarchen der Thiereab, wenn sic während des Winterschlafes gereizt und zu Re-spirationen gezwungen werden. Die Winterschlafes sterbennach M. Hall hei Unterbrechung der Respiration in wachen-dem Zustande schneller als während des Winterschlafes. M.Hall tödlcte einen wachenden Igel durch 3 Minuten langesUntertauchen unter Wasser, also eben so schnell als andereSäugethiere.sterben. Es finden aber in dieser Beziehung Ver-schiedenheiten statt.

Ein alter, sehr munterer Igel wurde im Juli 1837 vonmir unter Wasser getaucht, in 4 Minuten asphyetisch, so dasser den Kopf nicht mehr zu liehen im Stande war} ein ande-res alles Thier erst in 5 Minuten, ein junges, das erst seitwenigen Tagen nicht mehr an der Mutter sog, (im Juni 1837}wurde 3 Minuten unter dein Wasser noch nicht asphvctisch,sondern kugelte sieh sogleich zusammen, nachdem ich es ausdem Wasser genommen hatte. Am 4. März 1836 machte icheinen Ersäufungs-Versuch an einem wachenden alten weibli-chen Igel. Nachdem er J / a Minute unter Wasser gewesen,stiess er grosse Luftblasen aus und machte lebhafte Bewegun-gen tun aus dem Wasser zu kommen, die aber schon nach 2Minuten schwächer wurden und noch 1 Minute später ganz

*) Uebersicht der Arbeiten und Veränderungen der schlesischen Gesell-schaft für vaterländische Cultur im Jahre 1834. Breslau 1835. S. 112.