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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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231
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Respiration der Wiutersclilivfer, 231

nuten an den warmen Ofen, aber es wurde nur noeh schlaf*fer, so dass Ich es fiir todt hielt, cs in einen besonderen Be-hälter legte, um es ain folgenden Tage zu seciren. Als ichjedoch nach 10 Minuten wieder nach dein Thicrc sah, fandich es-regelmässig und stark athmend, ohne zu schnarchen.

Bei den Respirationen bewegten sich die Seiten lebhaft.Bei Berührung der Stacheln und Haare zog es sieh nicht zu-sammen, was jedoch nach Verlauf von noeh 25 Minuten ge-schah. Vier Stunden nach Beginnen des Versuches hatte sichdas Thier ganz erholt, stand aufrecht mit aufgerichteten Sta-cheln des Helmes, ohne jedoch zu stossen oder zu schnauben,wenn es berührt wurde. In der Nacht zum 25. (hei vollkom-menem Thauwetter) frass das Thier Milch und Semmel; am26. (bei gelindem Frost) hatte es nicht gefressen, und am 27.lag es wieder im tiefen Winterschlafe. Am 4. März ersäufteich das Thier, nachdem es einige Tage vorher aus dem Win-terschlafe erwacht war. Nachdem cs 1 Minute unter Wassergelegen, entleerte cs einen grossen Strom von Luftblasen durchdie Nase, machte sehr kräftige Anstrengungen um sich ausdem Wasser zu liehen, die jedoch schon nach 2 Minutenschwächer wurden. Als ich nach 5 Minuten seine hinterenExtremitäten auseinander zog, kugelte sich das Thier fast voll-kommen zusammen, doch liess die Zusainmcnziehuiig nach/,Minute schon wieder nach. 10 Minuten nach Beginnen desVersuches bewegte sich das Thier nicht mehr; nach Verlaufvon noch 5 Minuten nahm ich es aus dem Wasser. Es wartodt. Die Augen waren geöffnet, der Unterkiefer schlaff, dieStacheln des Hinterleibes waren schlaff, dagegen die des Hal-ses und des Kopfes aufgerichtet und gekreuzt.

Den Zwillingsbruder des am 19. April 1845 von mir er-säuften jungen Hamsters, ersäufte ich ain 15. Februar 1845,als er bei einer Lebenswärme von -f-4°R. sich im Winter-scldafc befand. Er alhinetc 8inal in der .Minute, als ich ihn