Blut der Winterschlafes
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Das Blut von Helix pomatia, in «lern Ermati mit Bestimmt*heit Eisen, mit grosser Wahrscheinlichkeit Mangan nachwies,reagirt alkalisch (entweder von Natron, welches frei darin ent-halten ist, oder von seinem Eiw'eissstoff,) erscheint himmelblau(oder aquamarin) beim refrangirten Lichte, perlgrau beim re-lleetirtcn, zeigt nach Erman keine den Bluthläschcn der höherenThicrc analogen Theilc, und zerfällt nicht durch freiwilligeScheidung in Serum und Cruor. Bei einer Temperatur von+50 — 60°R. coagulirte ein grosser Theil, und nach Ver-dampfung des Wassers blieb ungefähr ’/is des Gewichts desBlutes zurück, als ein zusammengchalltcs, elastisches, faser-stolTreichcs Coagulum im noch massig feuchten Zustande. Die-ses Coegulum enthält ausser der eigentlich thicrischen Sub-stanz, die etwaigen Salze, Erden und Metalle.
Die Beobachtungen von Garns bestätigen in mancher Be-ziehung die Angaben von Erman, in mancher Hinsicht stehensie mit ihnen im Widerspruch. Er giebt die leichte Verwech-selung des Blutes mit dein Liquor pericardii und Liquor pc-ritoncalis zu, versichert jedoch, hei seinen Versuchen mit demBlute von Helix pomatia dieses grösstentheils rein aufgefan-gen zu haben, nachdem er die erstgenannten Flüssigkeitenhatte ahflicsscn lassen. Die Quantität des Blutes war gering,wenn längere Zeit trockene Witterung gewesen war.
Bei einem am 29. Mai angestellten Versuche erhielt Ca-rus aus 15 Thiercn, die sich tief ins Gehäuse zurückgezogenhatten, kaum so viel Blut, als ein kleines Uhrglas fasste. KeinThier gab mehr als 4 — 6 Tropfen, dagegen gab ein Thiermittlerer Grösse, welches 4 Drach. schwer war, am 14. Jul»nachdem der Liquor pericardii abgeflossen war, 25 Gran Blutaus dem aufgeschnittenen Herzen. Nach Carus enthält das bläu-lich weissc Blut völlig runde, grössere oder kleinere durch-sichtige kernlose Blutkörner, die hei eintretendem Gerinnendes Blutes zerfallen, schon bei 24uialigcr Vcrgrösscrung sicht-