252 Zehntes Capitel.
so faserstoffreich als das Vögelblut, welches'das faserstoff-reichste ist.
Dagegen enthält nach Bcrthold *) das Blut der Fischeund Amphibien überhaupt weniger feste Theile als das derVögel und Säugcthiere, heim Karpfen nämlich 14,06 P. C.,beim Frosche 9, 4 P. C. — Aus 100 Gran Blut, welches icham 30. Mai 1844 aus den Herzen von 10 Fröschen (Rana es-culcnta) erhielt, blieben, nachdem es vollkommen cingetrock-net war, 15 Gran an festem Rückstände.
Nach Prevost und Dumas enthält jedoch das Froschblut11, 5 P.C., das der Landschildkröte 23,1 P.C. uu festen Thei-len. Hiernach würde das Quantum fast so bedeutend sein,wie hei den Tliieren, hei denen das Blut an festen Thcilenam reichsten ist, dem Schweine, der Katze, dem Hunde, derEnte u. s. w.
Nach Schnitz sind die Kügelchen im Blute der Fische ver-hältnissmässig in geringerer Menge, denn man sieht oft Streb-ten von Strömen blos Plasma führen, und in dem Blute derwinterschlafendcn Frösche sollen weit weniger Kügelchen ge-funden werden als im Sommer. In dem Herzblutc von Bufovariabilis habe ich hei jungen Tliieren, die ich während desWinterschlafes öffnete, die Quantität der Kügelchen sehr ver-schieden gefunden, je nachdem nur rothes Blut im Herzen war,je nachdem es blassroth, oder fast ganz farblos war. Im er-steren Falle waren die Blutkügelchcn in nicht geringerer Zahlals bei Bufo igneus und Rana temporaria, die ich in den erstenf rühlingstagen nach dem Erwachen aus dein inlerschIafe11ge-fangen hatte. Geringer erschien mir ihre Zahl in dem 2. Falle 1 ).
*) a. a. 0. S. 206.
J ) Nach Leenwenholk sott das Btot in den feinsten Gefässen tiei Frö-schen wie hei Fledermäusen, während des Winterschlafes ganz ver-dickt und körnigt erscheinen, sieh am Feuer nicht sobald erwärmenund dies erst geschehen, wenn sich das Herz einigemal znsammenge-rogen hat. S. Gteditsch a. a, (>. S. 262.