Blut der Wiiiterschläfer.
259
ständigem Auswaschen gal» er 2 Gran feuchten grauweissenFaserstoff, der aber doch noch weisser erschien, als der amgestrigen Tage erlangte Faserstoff des arteriellen Blutes. Am10. Mai war das abgesonderte, in einem Schälchen aufbewahrteSerum des venösen Blutes ganz eingetrocknet, wog jetzt 5Gran und bestand aus einer oberflächlichen und einer tiefemSchicht. Erstere war glänzend und farblos war das getrock-nete Eiweiss, letztere hatte ein mattes, dunkelbraunes Anse-hen und bestand aus Bluthroth, welches sich zu Boden gesenkthatte.
7 ) Von einem 2ten Igel erhielt ich ebenfalls ain 6. Mai ausden grossen Haut-Arterien 120 Gran, nach Eröffnung der Brust-höhle aus der Vena cava inferior zwischen Leber und Zwerch-fell sodann 30 Gran Blut. Beide Blutarten gerannen sofortnach dein Ausfliesscn, und auch die Trennung des Serumsbegann schnell. Nach Verlauf von 24 Stunden konnte ichvom venösen Blutkuchen 10 Gran fast ganz reines Serum ab-giessen, vom arteriellen 49 Gran, welches jedoch schmutzigerwar, mehr bräunlich, und mehr Blutroth enthielt. Beide Blut-kuchen waren noch fest, Hessen sich mit der Pincelte aufhe-ben. Noch 5 Stunden später wusch ich beide Blutkuchen aus.Der venöse wurde dabei stellenweise hellrot!», stellenweisedunkelbraun schmutzig und gab endlich ein ganz kleines un-wägbares Klümpchen reinen weisscu Faserstoff, der arteriell«Blutkuchen w'urde ganz schmutzig braun beim Waschen, undder zui-iickbleibcnde Faserstoff war grauweiss, wog in feuch-tem Zustande 2 Gran, später getrocknet weniger als 1 Gran.
8) Von einem am 8. Mai 1839, durch 10 Minuten langesUntertauehen unter Wasser gelödteten Igel, erhielt ich ausder rechten Herzhälfte und den Hohladern 80 Gran, von einem2ten der eine halbe Stunde unter Wasser gelegen batte, ausdenselben Theilen 14 Gran, und von einem 3ten, der eben solange unter Wasser zugebracht hatte 20 Grau Blut. Das Blut
30*