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Blut der Winterschläfer. 267
130 Gran kaltes, liellrolhes Blut auf. Nach Verlauf von 25Minuten war es vollkommen geronnen, so dass ich das Sehäl-chen mit dem Blute umdrehen kounte, ohne dass etwas ab-floss. Ausserdem hatte ich in einem andern Schälchen nochetwas arterielles Blut aufgefangen. Am 20. hatte die grössereQuantität Blut etwas farbloses Serum auf der Oberfläche alt-gesetzt, die kleinere war schon im Eintrocknen. Am 21. warletztere ganz eingetroehiset, erstere am Rande etwas getrock-net, sonst heim Durchschneiden last durchaus fest, nur amBoden der Schale etwas flüssig, und überall hcllrotli. Ichlegte es nun in Wasser, welches täglich erneuert wurde, in-dem der Blutkuehen etwas ausgewaschen wurde. Am 22. wardieser noch überall hellroth, am 23. aber schmutzig braun.Am 25. wurden zahlreiche graue Streifen vom Faserstoff sicht-bar, so dass die Blutmasse ein braungrau gemischtes Ansehenerhielt.
2(5) Bei einem alten, am 26. Februar im tiefen Winter-schlaf getödteten Igel, erhielt ich aus den grossen Haut-Arte-rien 240 Gran kaltes rothes Blut, dem aber etwas venösesBlut beigemiseht war, da heim Durchschneiden der grossenHautvenen aus diesen etwas Blut hinzugeflossen w'ar. lnVerlauf einer halben Stunde war das Blut vollkommen zu ei-ner gleiehniässigen compacten Masse geronnen. Nach Verlaufvon 3 Stunden hatte sich am Rande des Blutkuchens etwasSerum abgesetzt. Am 27. schwamm der Blutkuehen im reich-lichen Serum, welches letztere jedoch etwas röthlich war.Ich goss es in ein besonderes Schälchen. Es wog 43 Gran.Der Blutkuehen war weich, leicht zerreissbar. Am 28. hattedas Serum noch etwas rothes Blut zu Boden fallen lassen,war fast farblos, färbte das rothe Lackmuspapier sogleich blau.Ich legte das Goagulmn in Wasser. Bis zum 2. März bliebes hellroth. Am 3. März hatte es äusserlich eine schmutzigbraune Farbe angenommen, war hier leicht auflösbar, w ährend