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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Zehntes C'apitel.

es im Innern, wo es noch nicht in unmittelbare Berührungmit dem Wasser gekommen war, noch hellroth erschien undmehr zusammen hing. Am 4. März schwand die rothe Farbegänzlich. Es wurde mit Erneuerung des Wassers und Aus-spülen bis zum 12. fortgefahren, an weichem Tage ein Klümp-chen weissen Faserstoffs, 1 Gran wiegend, zurück blich, vondem sich die erste Spur am 4. gezeigt halte.

27) Von einem kräftigen Thiere, welches ich am 2. April1844 wachend gekauft, und am 3. in einen Eiskeller gebracht,dadurch in den tiefen Winterschlaf versetzt hatte, fing ich am9 aus den Nackenmuskeln und der Winterschlaf-Drüse 44Gran grösstcntlieils venöses Blut auf, dessen Gerinnung nachVerlauf von 4 Minuten anfing, und nach 12 Minuten vollen-det war. Nachträglich flössen noch 22 Gran Blut aus, in demsich ebenfalls viel Gerinnsel bildete, und woraus ich nach 2Minuten langem Waschen 1 Gran feuchten reinen weissen Fa-serstoff erhielt. Das zuerst aufgefangene Blut wog, nachdemdie Flüssigkeit verdunstet, und es vollkommen eingetroeknetWar, 9 Gran.

Bei Meerschweinchen und Kaninchen, auf die sich Saissyin seiner Vergleichung des Blutes der Winterschläfer und derdem Winterschlafe nicht unterworfenen Thiere bezieht, habeich folgendes beobachtet:

1) Von einem alten kräftigen Meerschweinchen erhielt icham 9. Mai 1844 aus der Vena cava posterior, die ich anfangshinter der Leber, dann zwischen dieser und dem Zwerchfellöllnete, vorzüglich durch Rückwärtsflicsscn vom Herzen her,130 Gran Blut, welches sofort gerann. Die Sonderung desSerums erfolgte schnell,/i Stunden nach dem Aiisflicsscndes Blutes wog der Blutkuchen 90, das Serum 40 Gran. Alsich am 13. den festen Rückstand des ganz eingetrocknetenKuchens wog, betrug dieser 25 Gran, der des eingetrockne-ten Serums 5 Gran.