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Zwölftes Capitel.
horten schon am 6 . alle Bewegungen auf, hei dem andern zeig-ten sie sieh noch seliwach am 7.
Am 1. April untersuchte ich die 4 Tliicre, die mir nochübrig geblieben waren, von denen 3 noch ganz, eins mit deinHinterleib in der Erde lagen. Sic boten die gewöhnlichen Er-scheinungen dar, wie im Winterschlaf. Als ich sie berührte,bewegten sic die Extremitäten 5 auf den Rüchen gelegt, mach-ten sie kraftvolle Anstrengungen sich umzndrchen. Von zwei-en, die ich in Wasser brachte, machte eins sofort Schwimm-bewegungen, das andere erst, nachdem es Luftliluseit ausge-stossen hatte und zu Boden sank. Ich ölfnctc allen den Bauchund die Brust, wobei sie sich anfangs sehr ungeduldig beweg-ten, dann aber, auf den Rücken gelegt, ohne Bewegung wei-ter zu zeigen, ruhig liegen blieben. Nach Verlauf >011 1'/,Stunden hatten sie sich jedoch allcerholt und umgedreht, sas-sen jetzt mit geöffneten Augen auf dein Steissc. So verhiel-ten sie sich auch noch am 2. April. An diesem Tage rxen-trirte ich dreien die Brust- und Banchcingew eide, einem 4leunur das Herz. Die drei ersten zeigten am 3. heim Kneipender Extremitäten nur noch schwache, das letzte noch lebhafteBewegungen. Am 4. waren die Tliicre ziemlich vertrocknet.Das Thier, dem das Herz allein w eggesehuillen War, zeigtekeine Bewegungen mehr, von den übrigen dreien nur nocheins beim Kneipen der Extremitäten.
Aus den in dem Abschnitt über die Temperatur der Win*terscliläfer angeführten, an Schlangen angcstcllten Beobach-tungen von Lenz ergiebt sich, dass bei den Ophidiern die Em-pfindlichkeit während des Winterschlafes nach den verschie-denen Graden desselben im Allgemeinen nur vermindert, nichtaber aufgehoben ist. Bei Klapperschlangen verhält cs sich eben-falls verschieden. Das von James Audubon ’) auf einer En-
*) Frorieps Notizen. Bd. 18. 1827. S, 52.