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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Sensibilität und Irritabilität der Wiuterschläfrr,

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tenjagd nnIor einem Steine gefundene erstarrte Tliior solltoillsteif gewesen sein. Als Auiliilion cs in seinen Ran/.engethan, und sich damit gegen das Feuer setzte, fühlte er cssich plötzlich auf seinem Rüchen bewegen, und als er denRanzen fortschlciidcrlc, ha in die Schlange hervor, klapperte,rollte sich zusammen und rechte den Kopf wie zum Angriffin die Höhe, dann aller suchte sic wieder einen Sehlnpfwin-hel, und war bald wieder erstarrt. Dagegen machte die Klap-perschlange des Engländer Drahe, die er vor Kälte erstarrt,und scheinbar todt fand, in kurzen Zwischenräumen zwei halb-kreisförmige Bewegungen, und biss ihn 2mal in den Finger.Merl twürdig sind die Versuche, -welche Lenz ') mit Viperatorva anslclltc. Drei Thicren dieser Art flösstc er Tabaeks-saft in die Nasenhöhle. Alle aber starben um das dreifachelangsamer als zur Sommerszeit. Diese Thicrc sind nach Lenz,auch erweckt, während des Winters viel weniger bissig alsim Sommer, verhalten sich aber doch auch verschieden. Wäh-rend ein Thier in einer Stube bei -f-14°R. nach 2 Stunden schonsehr bissig wurde, war ein anderes, das bei +5° nicht zumBcisscn zu bringen war, obgleich es selbst von einer Mausin den Kopf gebissen wurde, in einer Temperatur von +26R.nicht bissiger geworden 5 ).

Bei den verschiedenen Säugcthieren bietet die Sensibilitätund Irritabilität während des Winterschlafes manches Eigen-thüinlichc dar. Auf einen Schuss mit Schrot, den Mangili inder Grotte von Entrattieo ahfeuerte, Helen nugefähr ßO Fle-dermäuse, die alle zur Species Vesp. ferrum eijuinuin gehör-ten, von den Wänden nieder. Darunter waren mehrere ganzunverletzt, die in ihrer Lethargie verharrten. Diese scheinenalso bei niederm Grade des Winterschlafes durch den Knall

) a. a, 0. S. 58.a, a, O, S, 64, 65,