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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Achtzehntes Capitel.

Iller zeigte also der Thorax Lei dem grösser«, dem Win-terschlaf nicht unterworfenen Meerschweinchen einen gerin-gem Umfang, als hei dem Meinem Hamster und Igel. Iu denVersuchen von Salssy sind die Lugen der Winterschläfer wahr-scheinlich etwas collahirt gewesen. In vollkommen wachen-den Thiercu füllen sie nach Prunelle die Brusthöhle ganz aus,sind alsdann, da der Thorax nicht enger ist, auch nicht klei-ner als die anderer Säugcthierc. Es gilt diess jedoch nur fürdie tiefste Inspiration. Die Lungen der Wintersehläfer unterden Säugethieren zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnel-ler und im hohem Grade, durch die cindringcndc Luft ausge-dehnt werden, als bei den, dem Winterschlaf nicht unterwor-fenen Säugethieren, aber auch eben so schnell wieder zusam-men sinken. Bei ersäuften, durch Verblutung, durch Enthir-nung getödteten, und an Krankheiten gestorbnen Igeln, (habeich die Lungen in der Regel eben so tief zusammen gesunkengefunden, wie bei den, während des Winterschlafs untersuch-ten. Sie starben während der Exspiration, und wahrschein-lich collabircn bei diesen Thicrcn während der gewöhnlichenExspiration die Lungen mehr, als hei andern Thieren, undfüllen somit bei den vollkommen w'aehenden und im gewöhn-lichen Schlaf befindlichen Thieren, den Thorax weniger voll-ständig aus. Wenn aller die Lungen auch im höchsten Gradezusammen gesunken sind, so enthalten sie doch noch so vielLuft, dass sie in Wasser gelegt, schwimmen, und das Herzmit tragen. Der Umfang der aufgeblasenen und zusammen ge-sunkenen Lungen, so wie ihr Verhältuiss zur Brusthöhle er-giebt sich aus folgenden Messungen, die ich an 4 Igeln auge-stellt habe, von denen die 3 ersten am 8. Mai, den 4. und 7.Juni 1839 im vollkommen wachenden Zustand getödtcl waren.Ich habe zu den Messungen, der grossem Leichtigkeit wegen,die linke ungetkcille Lunge gewählt. Das Verhältuiss bei derrechten lappigen, w r ar im Wesentlichen dasselbe.