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die hohe Schale das Meiste von ihren, sonst sehr bedeutenden, Ein-künften, die reichlichen Unterhalts-Quellen von eigenthümlichenAusstattungen in der überrheinischen Pfalz herrührend, welche,als National-Güter, von den Franzosen eingezogen wurden. DerUeberrest der Universitäts-Güter befand sich, in Folge frühererund späterer Kriege, mit fast unverhältnissmässigen Schulden be-schwert, Beim Tode Kahl Theodors war der Zustand Heidel-bergs trauriger, denn je, und Maximilian Joseph regierte diePfalz eine zu kurze Zeit, als dass von ihm für die Universität vielhätte geschehen können. Jahrelang waren die Professoren unbe-zahlt geblieben, als Maximilian Joseph zur Regierung kam; auseigenen Mitteln half der edle hochherzige Monarch dem Mangelab, so weit er vermochte, indem er eine in Oggersheim ihm heim-gefallene Erbschaft verwendete, um einen Theil der rückständigenGehalte bezahlen zu lassen.
Zeitraum von 1803 bis 183 4.
Karl Theodor: Frau Pallas, Ragt, was will man heut*
Mit all dem Schiessen und Geläut’?
Pallas: Karl Friederich ist krank gewesen,
"Wir danken Cott, dass er genesen.
Karl Theodor: Wir, sprichst du, bist du auch dabei,
Ich glaubt' dir wärs ganz einerlei.
Pallas: O sprich nicht so, und denk daran,
Was alles Er für mich gethan :
Die Stadt stellt mich hierher in Slcin,
Er stellt ins Leben mich hinein -—
Zu meinen Füssen Gerechtigkeit,
Durch Ihn sich grosser Lehrer freutjDaneben Handel und AckerbauLebendig gehn durch Land und Au,
Der Medizin schenkt er ein Haus,
Manch Kranker geht gesund heraus.
Chemia, Physika, Philosophei,
Studir’n und sprechen, was Leben scy.
Auch durch der Theologia SchleierStrahlt neu ein Licht, ein Augenfeuer,
Gern nennt’ ich allem Volk dies Licht,
Weil’s aber taub ist, brauch icVs nichtSonst sah die Nase nur heraus,
Und sprach , ich bin heut’ nicht zu Haus ,
Aufklärung füllte jedes Maul,
Schaut durch die Eier und nennt sie faul.
Weil sie nicht könnt durch’s Hühnlein sehm,
Blieb der Verstand ihr stille stehn,