noch nicht; dagegen hat sie einen vollständigen Nominal-Katalogmit eingelegten, beweglichen Zetteln in ungefähr achtzig Folio-Banden , mittelst dessen der ganze ßticherschaz sich übersehen undjedes Buch mit Leichtigkeit auffinden lässt. Die Benuzzung derBibliothek steht jedem gebildeten Manne offen, Fremde finden un-gehindert Zutritt, eben so alle Studirende unter Beobachtung derin den Akademischen Gesezzen enthaltenen Vorschriften. Täglich— mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage — ist die Bibliothekzwei Stunden für das Publikum geöffnet. Die Bibliotheks-Ver-waltung besteht aus dem Ober-Bibliothekar Professor Baehr unddem Bibliothekar Dr. Müller.
$ e m i n a r i e n.
Homiletisches Seminar.
Es besteht seit 1818. Zweck ist: die Ausbildung in der Kan-zel -Redekunst. Die Mitglieder erhalten nur alsdann Antheil anden Stipendien, wenn sie Probe-Arbeiten zu strenger mündlicherund schriftlicher Beurtheilung übergehen. — Direktor: KirchenrathAb EGG.
Katechetisch-pä dagogischcs Seminar.
Im Jahre 1807 errichtet, und ursprünglich mit dem philologi-schen Seminar verbunden, wie solches der ausgesprochene Zweck:Bildung von Schulmännern für Gelehrten - Schulen , zu erfordernschien. Seit 1818 besteht dieses Seminar für sich. Mit dem theo-retischen Unterrichte sind praktische Uebungen verbunden; in jedemSemester wird, aus dem Bereiche der Vorlesungen, eine Aufgabezu einer schriftlichen Abhandlung ertheilt. — Direktor: geheimerKirchenrath Schwarz.
Philologisches Seminar.
Wurde mit dem pädagogischen Seminar 1807 errichtet, «feit1818 aber davon getrennt. Zweck ist: Einführung der Akade-miker in die Altertliums-Wissenschaft, und In- und Ausländer zurBekleidung von Gymnasial - oder Universitäts,- Lehrämtern in phi-lologischer Beziehung tüchtig auszubildcn. — Direktor: Geheime-rath Creuzer.
Kliniken und Entbindung«-Anstall.
Obwohl nicht übermässig reich dotirt, zeichnen sich diese In-stitute sehr vorteilhaft aus, wje solches Jeder zugeben wird, der